Druckschrift 
Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
Seite
355
Einzelbild herunterladen
 

Absichtliches Verweilen bei Friedrich. 355

Anderer. Zu diesen Laien kamen noch die geistlichen Herren von Augsburg,Worms und natürlich Constanz, ferner Frideloh von Reichenau, dem Bertold'sVater so oft begegnet war, und seine Amtsbrüder von St. Gallen und Kempten.

Der Kaiser bestätigte unter genauer Angabe der Diöcesangrenze alleRechte und Besitzungen des Constanzer Bisthums, unter die seine Verbriefungauch die zu Wagenhausen, das zu Gebhard's III Zeiten eine so grosse Rollegespielt hatte, gegründete Abtei zählte, und nahm ferner die nahe AbteiSalem mit ihrem Besitz in seinen Schutz 108 °. Bertold war in beiden UrkundenZeuge und ward dabei wieder als Herzog von Burgund anerkannt, woran ihmmöglicherweise um so eher gelegen war, als er hier mit so vielen seiner Nach-barn in Schwaben zusammengetroffen war.

Danach unternahm Friedrich jenen neuen Zug den Rhein hinab, derdurch seine rücksichtslose Strenge gegen die Friedebrecher gross und kleindie nunmehr so mächtig gefestete Stellung des Staufers bekundete und überallbei den unruhigen Kräften im Reiche den Schrecken des kaiserlichen Namensbegründete. Bertold von Zähringen traf mit Friedrich erst wieder zusammen,als dieser zurückkehrend gegen Ende Januar 1156 nach Strassburg kam; erwird, und zwar auch jetzt noch als Herzog von Burgund, in der Urkundegenannt, die der Kaiser dort am 25. Jan. für die Dienstleute der Strass-burger geistlichen Stifte ausstellte 1081 , zusammen mit Weif, Matthäus vonLothringen, des Kaisers Bruder Konrad, dem Markgrafen Hermann vonBaden, dem Pfalzgrafen Friedrich von Witteisbach, den Grafen von Pfullen-dorf, Andechs, Dagsburg und Frankenburg, dazu den Bischöfen von Strass-burg, Basel, Constanz und Metz und einer Anzahl Strassburger Kleriker undLaien. Auch der Erzbischof Humbert von Besangon war erschienen, wasohne Frage schon mit der neuen Wendung der burgundischen Angelegen-heit zusammenhing, die bald der Welt kund werden sollte.

Um so mehr ist es verständlich, wenn Bertold jetzt nicht von desKaisers Seite wich. In den Tagen um den 20. Febr. war er mit ihm zu Frank-furt, wo er auch die Erzbischöfe von Mainz, Cöln und Bremen, die Bischöfevon Bamberg, Lüttich, Würzburg, Speyer, Strassburg und Worms, seinenSchwager Heinrich den Löwen, des Kaisers Bruder Konrad, den HerzogFriedrich von Schwaben, den Landgrafen Ludwig von Thüringen, den Pfalz-grafen Otto von Witteisbach und unter einer Anzahl Grafen und Herrenauch wieder den Grafen Hugo von Dagsburg sah. Bertold war immer nochals Herzog Burgunds Zeuge in Friedrich's Urkunde 1082 für den Grafen

1080 St. 3730 u. 3731. Stumpf (3731 a im Nachtrag) zieht auch die Urk. Hermann'svon Constanz v. 1162 (Wartmann SGUB. III 44 f.) hierher, aber unrichtigerweise, denndie Zeugen stimmen thatsächlich nicht mit denen von St. 3730f. überein.

1081 St. 3735. Bertölfus dux Burgundie.

108J St. 3736. Bertholfus dux Burgundie. Nach dem 20. Febr. scheint Bertold sich