354 1155. 1156.
am 20. Sept. in Weif s Residenz zu Peiting (nahe am Lech unfern der Alpen)für Kloster Wessobrunn ausstellte 1078 , begegnet er noch. Es mochte derDinge genug geben, die Bertold besprochen wünschte, ehe er den Kaiserverliess. In den nächsten Urkunden finden wir dann aber auch ihn nicht mehr,er ging also von den Lechgegenden aus in die Heimath. —
Während Bertold solchergestalt mit Friedrich auf der Heerfahrt inItalien war, hatte seine Schwester Clementia, .die in Sachsen die Regierungführte, Gelegenheit erhalten, nicht nur ihrem Gemahl Heinrich dem Löwen,sondern auch zugleich dem Kaiser selbst den wichtigsten Dienst zu leisten 1079 .Im Böhmerwalde kamen Ende 1154 der gekränkte Markgraf Albrecht derBär und Heinrich's des Löwen zweiter missgünstiger Nachbar Hartwig vonBremen mit dem über Baierns Verlust grollenden Heinrich von Oesterreichund dem Böhmenherzoge Wladislaw H zusammen und beschlossen Feindselig-keiten gegen den abwesenden Weifen. Als dann aber Hartwig, der schonseine gegen das weifische Gebiet gelegenen Grenzburgen hatte in Stand setzenlassen, zur Ausführung jener Verabredungen nach Bremen zurückkehrenwollte, schnitt ihm die Lüneburger Regierung den Zugang ab, so dassHartwig danach fast ein Jahr in Ostsachsen (also bei Albrecht dem Bären)in thatsächlicher Verbannung bleiben musste; auch Heinrich selber erhieltdurch die Seinen Nachricht, die ihn bei der Belagerung von Tortona traf,und somit natürlich auch der König und Bertold. — Nach seiner Rück-kehr nach Deutschland gelang es Friedrich, den Bund völlig zu zer-sprengen und Heinrich von Oesterreich völlig zu isoliren, mit dem er danndurch Otto von Freising, seinen und zumal Heinrich's nahen Verwandtendie Verhandlungen fortführen liess. Heinrich den Löwen aber setzte erselber in Regensburg, der alten bairischen Herzogsstadt, in den wirklichenBesitz Baierns, dessen Vornehme dort dem Herzoge huldigten. Dieser eiltedarauf sogleich nach SachseD, wo er nach so langer Abwesenheit seine treueGemahlin wiedersah.
Nach schnellem Zuge an den Main und Niederrhein kam der Kaisernoch im Spätherbste desselben Jahres nach Schwaben. Am 27. Nov.war er zu Constanz •, dort waren bei ihm Herzog Bertold, Weif, Friedrich'sBruder Konrad, Hermann von Baden, die Grafen Rudolf von Ramsperg,Humbert und Ulrich von Lenzburg, Eberhard von Neuenbürg, Markwardvon Veringen mit seinen Söhnen, Rudolf von Pfullendorf, Hartmann von Ky-burg mit seinem Bruder, und Adalbert von Dillingen nebst einer Anzahl
l0T8 St. 3727. Bertoldus dux de Zaringen. Die sonst genannten Anwesenden sindBischof Konrad von Augsburg, Weif, Graf (PfalzgrafJ Hugo von Tübingen, Graf Gottfriedvon Zollern, Graf Gottfried von Ramsperg und Graf Albert von Löwenstein.
1079 Das Folgende nach Helmold SA. 153f., auch Otto Fris. g.Fr. 120f:, dazuPrutz,Friedrich I 85 (u. Prutz, Heinrich 129).