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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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ein Theil des Heeres über die Brücke gezogen sei, diese durch Hinabschwem-men starker Flösse zu zerreissen und die so getrennten Heerestheile zu ver-nichten. Nur durch ihre schlechte Berechnung missglückte der Plan: diedeutschen Bitter und Truppen gelangten, wenn auch schon mit Gefahr,gerade noch alle an das linke Ufer, als die Flösse die stark strömende Etschherabflutheten und die Kähne losrissen, auf denen die Brücke ruhte. Vielmehrbüssten nun einige der Feinde, die in toller Verwegenheit dem deutschenHeere über die Brücke unmittelbar nachgesetzt und so von den Ihrigen ab-geschnitten worden waren, mit dem Tode der Verräther die Feigheit desPlanes und ihrer Genossen. Sehr ermüdet lagerte sich das Heer für dieNacht noch vor dem eigentlichen Eintritt in das Gebirge; nur ein kleinerTheil zog noch etwas weiter.

Dieser trat in die als Berner oder Veroneser Klause berühmte Engeein, wo die Felswände mit jähem Abfall an die wild herabbrausende Etschherantreten. Ein Weg so schmal nur, wie ein Fusspfad, bot sich den Kriegernmit ihren Rossen und ihrem Gepäck dar; dazu lag an einer Stelle noch eineBurg, die den Vorbeimarsch völlig beherrschte und von einigen hundert ver-wegenen Kerlen, die der Veroneser Bitter Alberich zusammengebracht hatte,besetzt war. Allerdings Hessen diese die deutsche Vorhut ihren mühseligenWeg ruhig vorbeiziehen, jedoch bloss in der nämlichen Absicht, der manschon bei der mit der Brücke versuchten List gefolgt war: es galt die Deutschenzu theilen; erst, wenn der Haupttheil mit dem Kaiser herangekommen wäre,wollten sie diesen abfangen.

Als Barbarossa am anderen Tage herannahte, fand er also den Wegversperrt. Er führte in seiner Begleitung noch zwei angesehene Veronesenmit, die sandte er mit seinem Befehlswort und zu privaten Mahnungen an dieWegelagerer ab; aber sie wurden durch einen Hagel von Steinen zurück-gejagt und zugleich richteten sich diese Geschosse der Kriegführung im Ge-birge schon gegen das Heer selbst. Patrioten übrigens waren die Gegnerweniger als Strauchdiebe: wenn jeder Bitter ihnen einen Panzer oderein Pferd gäbe und der Kaiser überdies noch tüchtig zahle, so wollten sie,Hessen sie wenigstens zunächst sagen, den Weg frei geben. Zu dergleichensollte sich ein Kaiser verstehen. Uebel genug war Friedrich's Lage freilich:über die Etsch auf das andere Ufer zu gehen, war ausgeschlossen, und imRücken, flussab, hatten die Veroneser inzwischen eine ähnliche Verengungbesetzt. Er liess zunächst absatteln und lagern und suchte die Seinen durchScherze über ihre Lage und durch Zuspruch bei Laune zu halten.

Da machten ihn die beiden ortskundigen Veronesen auf eine immerhinbestehende Möglichkeit aufmerksam. Ueber der gegnerischen Befestigungragte ein Fels empor, der als unbesteigbar erschien und darum nicht besetztworden war. Wenn es gelang, diesen zu erldimmen, war der Vortheil der