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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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342 H53. 1154.

die doch nur unter Hinweis auf die zu nahe Verwandtschaft vorgenommenworden war, sehr bald nach der Art der Leute Gerüchte hefteten, die dieVohburgerin befleckten. Eine unbekümmerte Frau scheint Adelheid freilichgewesen zu sein; denn sie reichte danach einem einfachen weifischen Ritterdie Hand, der keine Scheu trug, sich später unter die staufischen Mini-sterialen einreihen zu lassen.

Bertold von Zähringen gab die Hoffnung auf den König nicht auf; inden Pfingsttagen weilte er bei ihm in "Worms, wo er auch die geistlichenFürsten von Oöln, Strassburg, Speyer, Worms, Augsburg und Havelberg,seinen Schwager Herzog Heinrich den Löwen, den Herzog Heinrich vonBabenberg, den Pfalzgrafen Hermann bei Rheine, die Grafen von Limburg,Holland und Namur der letztere war ja sein Oheim und den GrafenHugo aus dem mit dem seinen befreundeten Hause Dagsburg, sowie eine An-zahl höher stehender Kleriker traf. Auch diesmal Hess es Heinrich von Oester-reich, obwohl er wenigstens erschienen war, zu einem Ausgleiche über Baiernnicht kommen.

Höchst bezeichnend ist es, auf welche Weise die königliche Canzlei denHerzog Bertold in den Zeugenreihen, in welche er sich eintragen Hess, be-titelte. In der Verleihung einer unmittelbaren burgundischen Abtei an dasKloster Cluny, vom 11. Juni 1036 , nannte sie ihn mit dem alten Titel einesHerzogs von Kärnthen ; in einer Verbriefung für den Cölner Dompropst,vom 14. Juni l0S7 , sprach sie von dem Herzog von Zähringen und in einerUrkunde für dashochburgundischeErzbisthumVienne, die diesem von Neuemdie Stadt Vienne zuwies, war von dem Rector Burgunds gar nur als von demBreisgauherzog" die Rede 1038 . Darin musste die Absicht liegen, Bertold'sStellung öffentlich als eine für Burgund gar nicht in Betracht kommende hin-zustellen; anders wäre dieser staatsrechtliche Nonsens schwerlich zu erklären.Dass aber in der That an solchen Titulaturen auch die PoHtik ihren Antheilhatte und sie nicht gleichgiltig und zufällig waren, zeigt aus derselben Zeitein anderes Beispiel: der Bischof Wichmann von Naumburg war zum Erz-bischof von Magdeburg erwählt worden; da jedoch von päpstlicher Seitegegen seine Wahl vorgegangen werden sollte, vermied es Friedrich, ihm dieBezeichnung Electus von Magdeburg geben zu lassen und die Canzlei betitelteihn immer nur als Bischof von Naumburg.

Nach Weihnachten erschien zu Speyer bei dem König der BischofArducius von Genf und erhielt die Regalien seines Bisthums in Gegenwartdes Erzbischofs von Besancon, des Bischofs von Lausanne und des Grafen

1086 St. 3671. Sertoldus dux Karinthiae.

1087 St. 3673. Berthöläus dux de Zeringen. St. 3672 für das Erzbisthum Cöln hebtnur die beiden Heinriebe heraus und fügt hinzu et multi prineipes.

""" St. 3674. dux Bertoldus Brisgoaudiae.