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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
Seite
341
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Innerer Zerfall des Vertrages von 1152. 341

Wilhelm von Macon an dessen Grenze zu Beaume-les-Dames, von wo er nochfür ein geistliches Stift zu Besangon urkundete. Abmachungen zwischenFriedrich und Graf "Wilhelm werden nicht überliefert, wir können höchstensauf Grund des sogleich zu Erwähnenden vermuthen, dass die Begegnungschon den ersten Grund zu den späteren Ereignissen legte; das ist auchohnehin sicher, dass des Zähringers Aussichten nicht mehr betrieben undvertreten wurden. Friedrich kehrte alsbald nach Deutschland zurück,ganzunverrichteter Sache", wie es Uneingeweihte ansahen 1031 , immerhin wohlnicht allzu unzufrieden. Graf Wilhelm war in seiner Machtstellung ver-blieben 1032 .

Der König ging nach Constanz, wo er mindestens vom 4. bis zum23. März verweilte 1033 . Ob er auf dem Wege dorthin oder in Constanz selbstden Herzog Bertold sah, bleibt bei der grossen Dürftigkeit der Nachrichtenin Zweifel. In Constanz schloss Friedrich das Bündniss mit der schutz-bedürftigen römischen Curie ab, das die günstigste Einleitung zu seinem B,om-zuge bilden musste. Zugleich ermöglichte ihm dasselbe die Scheidung vonseiner kinderlosen Gemahlin Adelheid, der Markgrafentochter von Vohburg,unter Benutzung dessen, dass beide Gatten im fünften Gliede dieselbenAhnen besassen, welches ja die mit Namen nicht bekannten Eltern des ältest-bekannten Büreners Friedrich und seiner Schwester Bertha, der Mutter Beze-lin's von Villingen waren 1034 . Wenn auch Friedrich später noch über ander-weitige Heirathspläne wenigstens verhandelt hat lt)35 , so ist es doch schwerlichganz zufällig, dass er die Scheidung gerade damals betrieb, als er aus demwestlichen Hochburgund zurückkehrte, dessen reiche Landerbin des ver-storbenen Grafen Rainald junge Tochter war. Solche Gedanken bliebendamals den Zeitgenossen noch verdeckt, um so mehr, als Friedrich selbernoch nicht endgiltig mit sich einig sein mochte; aber auch schon die Scheidungan sich musste einen Stachel für das Zähringerhaus bergen, da Adelheid dieEnkelin der Zähringerin Liutgard war und zumal als sich an die Trennung,

ich bei der grossen Nähe vonBesanconundBeaume-les-Dames noch keinen Grund. Ficker,Beitr. z. Urkl. I 216 geht auf diesen Fall nicht ein. Dass St. 3663 an letzterem Orteschon auf dem Rückwege gegeben wurde, ist doch wohl darin erkennbar, dass sie dieVerbriefung einer nach Besancon bestimmten Verleihung enthält.

1031 Ann. Laubienses 1. c.

1082 Sigeberti auctar. Afflighem. MGSS. VI 403 erzählt seine weiteren Unterneh-mungen.

1088 Vgl. PrutzI47f.

1084 Yg] ,jj e zu ,j ein Zweck aufgestellte Tabula consanguinitatis inWibald's Samm-lung, Jaffe I 547. Oben S. 10.

1086 Undatirte Briefe an Kaiser Manuell). Jaffe I 548ff.; die Griechen hatten aberbald zu klagen, wie wenig ernst es Friedrich mit diesen Absichten sei, vgl. Raumer, Hohen-staufen II 68.