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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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337
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Niederburgund. 337

Vertrag von 1152 zeigt, inzwischen der Landesname der Provence einge-bürgert, unter welchem die Grafschaft Provence wieder ein Sondergebiet(den Süden von der westlichen Rhonemündung an bis hart vor Monaco) be-zeichnete. In diesen Gegenden war gar selten einmal von einem deutschenköniglichen Herrn die Rede gewesen, vergeblich hatte Lotar versucht, inArles anknüpfend, die Herrschaft des Reiches hier zu betonen und auchKonrad IH war nicht über einen Versuch hinausgekommen 1015 .

Niederburgund oder das Land Provence wurde gemeinsam regiert vonder in einearelatische" und einetolosanische" Linie zerspaltenen alten Mark-grafenfamilie. Der arelatische Markgraf war es, der 1081 sich der Oberlehns-herrschaft der päpstlichen Curie unterstellte, die nun auch über den proven-calischen Antheil des bekannten Raimund von St. Gilles aus der tolosanischenLinie dasselbe Recht zu erlangen unternahm. 1112 starben die Arelaten ausund ihr Besitzrecht kam an die mit ihnen verschwägerten Grafen von Bar-celona, welche nach längerem Streit mit den Tolosanern mit diesen i. J. 1125ein Abkommen trafen, wonach die Grafen von Barcelona für sich die engereGrafschaft Provence, das Land zwischen dem Meere, der Rhone und derDurance, die Tolosaner das Gebiet zwischen der Durance und der Isereregieren sollten. Die Theilenden meinten dabei, andere Hoheitsrechte nebenden ihrigen (auch solche von Bisthümern) in diesen Gebieten nicht in Betrachtzu ziehen zu brauchen. Allem Anschein nach aber wahrte die Grafschaft Por-calquier, welche zuerst unter besonderen, von der arelatischen Markgrafen-linie abgezweigten Grafen gestanden hatte und durch weibliche Erbschaft andie Grafen von Urgel aus der spanischen Mark gekommen war, auch nach1125 ihre Selbständigkeit weiter. In ihren Urkunden wurde doch zuweilenKonrad III als König erwähnt. An Konrad III wandte sich i. J. 1145der Herr von Baux, Raimund, der eine schwierigere Lage des barcelonischenHauses ausnützen wollte, um auf Grund von gleichfalls erheiratheten Erb-ansprüchen das arelatische Erbe zu gewinnen. Er kam selber nach Würz-burg, wo Konrad III den Mittelweg einschlug, Raimund die Provence ineiner verhüllten Form zuzusprechen und ihm das Münzregal für das gleicheGebiet zu verleihen. Auf diesem Wege ward es begreiflicherweise nichtmöglich, die Hoheit des Reiches zur Anerkennung zu bringen und nachRaimund's Tode verzichteten i. J. 1150 seine Erben gegenüber den Mark-grafen des Hauses Barcelona auf alle ihre Ansprüche 1015a .

Die geistlichen Stifte Niederburgunds endlich waren zum guten Theile

loiB Ygj un ten, über Kaimund von Baux. Die drei Urkk. Konrad's St. 352628für die geistlichen Herren von Viviers, Embrun und Arles werden sehr verdächtigt durchdie Mittheilung W. Arndts in Stumpfs Nachtrag und Bernhardi's Anm.65 zu S. 533.Kallmann S. 6 f. nimmt sie einfach hin.

iowa Bernhardi 422ff., Kallmann S. 17ff.Heyok. 22