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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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nicht mehr aufgestellt werden kann. Wie sollte der neue Zähringerherzoggefehlt haben, dessen Verstand nicht nur, nein, dem vor allem das Sohnes-herz den ritterlichen Staufern zu so jungem Dank verpflichtet worden war ?Freilich hat ihn der Zufall übergangen, der nur einzelne Namen von demFrankfurter Tage unmittelbar aufbewahrt hat, dennoch aber lässt sich, dassBertold bei der Wahl zugegen gewesen sein muss, erweisen und zwar mitHilfe des denkwürdigsten Actenstückes der zähringischen Geschichte 1001 .Es lautet Wort für Wort:

Das ist der Vertrag zwischen dem Herrn König Friedrich und HerzogBertold.

Der Herr König wird dem Herzog das Gebiet Burgunds und der Pro-vence geben und wird mit ihm in diese Lande einrücken und ihm helfen, siezu unterwerfen, in guter Treue, nach dem Rath der bei dieser Heerfahrt be-findlichen Fürsten. Für das Gebiet, das zur Zeit der Graf Wilhelm vonMacon an Statt seiner Nichte hat, wird der König dem Herzoge Rechtschaffen, entweder nach dem Rath oder nach dem Urtheilsspruch derFürsten. Herrschaft und Verwaltung beider Länder wird der König haben,so lange er in ihrem Umkreis weilt. Nach des Königs Abzug aber wird derHerzog beide Länder in Herrschaft und Verwaltung haben, ausser den Erz-bisthümern und Bisthümern, welche gesondert zur Hand des Herrn Königsstehen. Wenn aber der Graf Wilhelm oder andere Fürsten des Gebietsetwelche Bischöfe investirt haben, so soll auch der Herzog diese investiren.

Dass dieser Vertrag von dem Könige gehalten werden wird, haben ver-bürgt: Herzog Heinrich von Sachsen, der Herr Weif, der Canzler Arnold,Graf Ulrich von Lenzburg, Graf Egeno, Graf Ulrich von Herrlingen, Mark-ward von Grumbach, Arnold von Biberach, Pfalzgraf Otto von Witteisbach,Truchsess Walter, Schenk Hildebrand, Konrad Kolbo und sein BruderSiegfried.

Herzog Bertold wird bei dem König tausend gepanzerte Reiter halten,so lange der König in jenen Ländern ist. Auf dem italischen Zuge wird derHerzog bei dem König, so lange er sich in dieser Heerfahrt befindet, 500gepanzerte Reiter und 50 Bogenschützen führen. Und dass der Herzog diesalles ohne Vorbehalt und Trug erfüllen wird, wird er dem König zum Pfandsein Eigengut setzen, die Burg Teck nämlich mit allen zugehörigen Mini-sterialen und Gütern, Oethlingen, Wellingen und Erstem mit allem ihremZugehör. Und dass der Herzog dies alles erfüllen wird, haben seine Leute,Burchard und Werner, beschworen.

Der König wird zu der Heerfahrt in die beiden Länder aufbrechen vonden nächsten Kaienden des Juni, die in der 15. Indiction hegen, an gerechnetinnerhalb eines Jahres."

100 ' Jaffe I 514f.; WUB II 60 f.; Zeerleder I 89f.; F. r. Bern. I 428f.