König Konrad zögerte nicht, den jungen Fürsten, der am 8. Jan.1152 an dem Sterbelager seines Vaters stand, in allen Stücken als den Nach-folger des zähringischen Herzogs anzuerkennen. Die Urkunde, die derKönig am 12. Jan. zu Freiburg für das Kloster St. Blasien ausstellte 999 ,führte Bertold als Zeugen unmittelbar nach Herzog Friedrich (vor dessenBruder) auf und nannte ihn Herzog von Burgund. So war denn auch dasmit den dortigen Besitzungen der Zähringer verbundene Rectorat in Burgund,das jetzt zum ersten Male erledigt worden war und das sehr wohl als ein reinpersönliches Amt des Verstorbenen hätte hingestellt werden können, vonihm ohne Einspruch der Krongewalt auf Bertold mit übergegangen, welcherdeshalb um so dankbarer der Aussöhnung des Vaters mit König Konrad ge-denken mochte, die wie ein Vermächtniss über das Grab hinaus ihm selberihre Früchte trug. Er gedachte, sich fortan eng an die Staufer zu schliessen.
Nur der Beisetzung Herzog Konrad's wegen hatte der König den Wegvon Constanz in den Breisgau gemacht. Denn auf den 2. Febr. hatte ereinen Hoftag nach Bamberg angesetzt; dahin begab er sich von Freiburg aus,während Bertold, was ja erklärlich genug ist, zurückblieb. Aber als Krankerkam er zu Bamberg an und dort ist König, Konrad DJ am 15. Febr.gestorben, einen Monat, nachdem er den Herzog bestattet hatte, der mitihm den gleichen Namen trug. So ging die alte Zeit vollständig zu Ende;neue, junge Kräfte traten auf den Plan, dort Bertold, hier Friedrich.
Denn sterbend hatte König Konrad ausgesprochen, nur sein Neffe, derRothbart, nicht sein eigener Knabe, Friedrich, dürfe sein Nachfolger im Reichesein •, ihm in die Hände hatte er die Insignien gelegt. Sieger über das HausZähringen und doch wieder völlig mit ihm versöhnt, mehrfach als Vermittlerbewährt, nahe verwandt mit dem streitbaren Weifen in Sachsen — das warendie Puncte, die an Herzog Friedrich am meisten in's Auge fallen mussten,als bei den-Fürsten die thatsächliche Wahlentscheidung stand. Und sie habendas Reich in seine Hände gelegt, zu Frankfurt, schon am 5. März.
Es ist überliefert, dass es eine glänzende Versammlung war 1000 , dieFriedrich kor, wenn auch eine Liste der hervorragenderen Theilnehmer
099 St. 3598.
1000 Otto Fris. g. Fr. SA. 82.