Letzte Tage Herzog Konrad's. 323
Jahreswende in Basel. Dort sah er Herzog Konrad bei sich 932 , mit dem ersich völlig verständigte 933 ; ferner Friedrich von Schwaben, Bischof Ortliebvon Basel, den Markgrafen Hermann und Ulrich von Lenzburg.
Von da aus brach der König auf nach Constanz und der betagteZähringerherzog begnügte sich nicht, den König in Basel empfangen, viel-leicht schon dorthin geleitet zu haben, sondern zog mit hinauf an den See.Mit ihnen zogen ferner alle diejenigen, die als sonst zu Basel anwesend schonerwähnt worden sind 5 ausserdem fanden sich zu Constanz ein — vielleichtwurden einige von ihnen in der Urkunde aus Basel nur noch nicht genannt —Herzog Konrad's Sohn Bertold, dazu Weif, dann die Lenzburger Wernervon Baden und Humbert, Ulrich's Bruder, weiter die Grafen Eberhard vonNeuenbürg, Kudolf von Pfullendorf, Albert von Dillingen, von geistlichenHerren die Bischöfe von Constanz und Chur, die Aebte Fridelo vonBeichenau, Werner von St. Gallen, Albert von St. Peter auf dem Schwarz^walde, Manegold von St. Ulrich und der von Murbach. Mit ihnen allen zu-sammen steht Konrad von Zähringen unter den Zeugen einer am 7. Jan.für die Zelle Detzeln (BA. Waldshut) ausgestellten Königsurkunde 984 undzwar mit dem ihm regelmässig nach frischen Annäherungen, also doch nichtohne Zuthun des Königs, von der Canzlei gegönnten burgundischenHerzogstitel.
Am nächsten Tage, am 8. Jan. 1152, ist der Herzog gestorben 985 .Inmitten der Versammlung, in der er noch einmal fast alle hervorragendenPersönlichkeiten, mit denen er im Leben in engere Berührung als Freund
082 St. 3597 (schon von Giesebrecht IV 2 495 [aber mit Druckfehler 3579] vor St. 3596[bei G. verdruckt zu 3597] vom 7. Jan. gesetzt. Eine etwaige, Stumpfs Ansatz rechtferti-gende Erklärung durch Baseler Nachbeurkundung einer Constanzer Handlung stösst aufden Einwand, warum dann dasselbe Recht als Zeuge genannt zu werden nicht den übrigenConstanzer Anwesenden zugestanden wurde, wie dem inzwischen verstorbenen HerzogKonrad). Mit Ausstellungsort Hasilien ; die Zeugen deuten nach Basel, allenfalls, wie schonStumpf andeutet, nach Hasel bei Schopfheim.
98b Ann. Palid. MGSS. XVI 86: der Herzog starb, cum ipso [rege] federatus, postpaululum.
984 St. 3596, Gerbert H. s. n. HI 79 ff. Conradus dux Burgundiae. — Das Klösterleinzu Detzeln kam später nach Biedern.
886 Den Todestag haben Necr. S. Petri MGNecr. I 334; Necr. Zwifalt. ib. 242(Cuonradus dux de Zaeringin); Necrol.mon. Hermetisvillani (Muri) ib. 424: Cunradus duxob.; „das im 17. Jahrh. angeiertigte Muri-Necrolog fügte benefactor noster bei (HerrgottGen. HI 835)", Anm. 3 zu S. 135 der Ausgabe desselben Necrologs von P. M. Kiem 0. S.B.in den QzSehwGesch. III 2 b . Den dortigen Nachsatz über die Hand des Eintrags wider-legt der Hrsg. selbst ibid. S. 181. — Das Jahr: Otto Fris. de duabus civitatibus (Chronicon)1. VH, cont. I, SA. S. 352; Ann. Engelberg. MGSS. XVH 279; Ann. Isingr. (Ottobur.)maj. MGSS. XVII 313; Ann. Neresh. MGSS. X 21; Ann. Admunt. MGSS. IX 581. Ann.Palid MGSS. XVI 86; irrig zu 1151 Ann. Scheftlar. maj. MGSS. XVH 336.
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