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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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322
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322 1161. 1152.

herzog, falls dieser sich mit der Absicht trug, um Heinrich's willen zukommen, weiter entfernt war. Der König versprach Heinrich für dort einengünstigen Ausgleich 976 und Heinrich selbst hoffte jetzt auf einen solchen undwarb sich freundliche Gesinnung 977 .

Dann erschien er doch wieder in Regensburg nicht; vielleicht weil seinekriegerischen Hoffnungen dadurch neu belebt waren, dass sich in Baiern fürihn die Söhne des Pfalzgrafen Otto von Witteisbach erhoben hatten 978 .Auch sein Schwiegervater blieb dem Hoftage fern 979 , ebenso Weif. DerKönig ging jetzt scharf gegen die bairischen Friedbrecher vor und lud ausser-dem zu neuer Tagfahrt auf den 15. September nach Würzburg 980 .

Der Würzburger Tag war sehr gut besucht, unter den Anwesendenauch der Pfalzgraf Otto von Witteisbach und ferner des Sachsenherzogsnatürlicher Gegner, Albrecht der Bär. Herzog Heinrich aber fehlte auchdiesmal es war für ihn der dritte Termin, desgleichen hielten sichHerzog Konrad und Weif abermals fern und sogar der Markgraf Hermann 981 .Wohl die Anwesenheit Albrecht's hat in dem König nunmehr den Beschlussmit reifen lassen, Heinrich den Löwen in Sachsen selbst zu packen. DasNähere besprach er noch am Anfang November mit einer Anzahl Fürsten,unter denen sich auch Sachsen, besonders Geistliche und zumal wieder Mark-graf Albrecht von Brandenburg mit seinen Söhnen, ausserdem der jetzt sehrwillige Pfalzgraf Otto von Witteisbach befanden. Die Absicht des Königswar es dabei wenigstens zu dieser Zeit nicht, Heinrich selber vor allem ausSüddeutschland weg nach Sachsen zu locken; vielleicht war es den sächsischenGegnern des Löwen zu Liebe, dass er diesen in Schwaben von Nachrichtenaus dem Norden abzuschliessen versuchte. Der Weife erfuhr jedoch genug,um sich gegen Ende des Jahres durch die Linien der Späher zu schleichenund unvermuthet in seinem sächsischen Herzogthum zu erscheinen, das ihmseine Gemahlin dementia gehütet hatte. Für den Herzog Konrad vonZähringen wurde dadurch der jetzt ausbrechende Kampf wieder fernabgerückt.

Der König überliess diesen seinen Anhängern; er selber eilte vielmehrvon Goslar nach Schwaben, um hier Vorsorgen zu können und war um die

976 ibid.

877 Sein Brief ibid. Er nennt sich aber auch in diesem dux Bawariae et Saxoniae.

9,8 Bernhardt 884f.

979 Konrad fehlt in St. 3582 unter den Zeugen. Der unermüdliche Markgraf Hermannwar in Begensburg.

980 Jaffe I 466.

»si Ygi_ jjb er ,jj e Theilnehmer St. 3577 (über ihre chronologische ZugehörigkeitBernhardt 888 Anm. 12), St. 358589 und Jaffe I 476. Heinrich's Ausbleiben erwähnenauch die Ann. Stad. MGSS. XVI 327.