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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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321
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Erhebung Heinrich's des Löwen. 321

Veringen, Sulz, Berg und Ulrich von Lenzburg, unter den Uebrigen .auchUlrich von Dägerfelden und Konrad von Köndringen, der schon so vieleMale mit dem Zähringerherzog zu Hof gezogen war. Sie werden genannt inder Urkunde über einen Gütertausch, den König Konrad selbst und derZähringerherzog als die Vögte der Klöster Elchingen und St. Blasien durchihre Hände vollzogen 973 .

Das war, wie diese Urkunde selbst angiebt, eine Nebenangelegenheit-,der König war gekommen, umeine Unterredung mit Reichsfürsten" zu haben.In erster Linie wird dafür Hermann von Constanz in Betracht kommen,der als Gesandter nach Italien gehen sollte. Aber auch an Konrad vonZähringen kann der König nicht stumm vorübergegangen sein; es war unver-meidlich, dass sie von Heinrich dem Löwen sprachen. Der König gingdanach wieder nach Franken zurück.

Gerade in dieser Zeit erhob -sich Heinrich. Er liess seine Gemahlin,die Zähringerin Clementia, zu Lüneburg als Regentin zurück und vertrautedem Grafen Adolf die "Wacht über die "Wenden und Nordalbinger. Adolfwar hochangesehen im Hause des Herzogs und in dieser Zeit besonders eifrigim treuen Dienste der Herzogin; er war der Vater eines jeglichen Rath-schlusses 974 . In dieser Zeit, da Heinrich abwesend war, erschien zu Lüne-burg der Obotritenfürst Niklot und klagte vor dem Angesicht der HerzoginClementia und den Getreuen des Herzogs, dass die Kessiner und Circipanerihm aufsässig geworden seien und den Tribut weigerten. Clementia wiesauf dies Begehren Adolf an, mit den Stormarn und Holsten dem Obotritenzu helfen, was zu einem volkommen erfolgreichen Feldzuge führte. So dehntedie tüchtige Frau Ansehen und Macht ihres Gemahls noch weiter hin inden wendischen Nordosten aus.

Heinrich der Löwe selbst war inzwischen im "Winter 1150 auf 1151 inSüddeutschland erschienen. Zum 11. Januar 1151 hatte der König ihnaufRath und Bitten der Fürsten" 975 das war doch vielleicht ein Gesprächvon Langenau ? nach Ulm vorgeladen, um mit ihm über seine bisher ver-schleppte Forderung Baierns zu verhandeln. "Wann der Herzog die Ladungerhalten hatte, wissen wir nicht; es steht dem nichts im "Wege, dass geradesie es war, die erst seinen Aufbruch aus Sachsen zunächst veranlasst hat.Aber nun erschien er nicht zu Ulm; statt dessen schickte er sich an, mit ge-sammelter Mannschaft in Baiern einzubrechen. Zum Kampfe kam es nicht;der König, ebenso nachgiebig, wie er zuletzt gegen "Weif gewesen war und viel-leicht durch ähnliche Rücksichten gezwungen, setzte ihm einen neuen Tag aufBarnabas (11. Juni) nach Regensburg an das freilich für den Zähringer-

978 St. 3574, Gerbert HI 76 ff.

074 Helmold SA. 139. Das Folgende ausführlicher ibid. 140f.976 Konrad's Brief an Wibald Jaffe I 449.Heyck. 21