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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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317
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Nahe Verbindung mit den Weifen. 317

weiler nebst 100 Dienstleuten und 500 Mansen gab 956 . Neue Dinge wolltensich vorbereiten. Und im Jahre 1147 kam auch die Nachricht zu Konrad,dass Graf Rainald gestorben sei 957 . Nun durfte er hoffen, bei entschiedenerHaltung in Burgund noch fester und breiter Fuss fassen zu können.

Schon galt der Herzog von Zähringen als der Vertrauensmann derWeifen. Ende 1148 befand sich Graf Weif auf dem Heimwege nach Deutsch-land. Auf sicilischem Schiffe hatte er von Accon aus das Morgenland ver-lassen, war sodann längere Zeit Gast König Roger's II gewesen und hattePläne mit ihm geschmiedet, die auf nichts anderes ausgingen, als des deutschenKönigs Stellung durch einen festen Bund aller Gegner zu brechen. Weifnannte dem Normannenkönige die Namen Herzog Friedrich's von Schwaben dessen Thatendrang man wohl durch Hinweise auf die ihm für die Zukunftentgangene deutsche Krone für sich auszunutzen gedachte, besonders daFriedrich schon einmal die Gegner des Königs unterstützt hatte, dannHeinrich den Löwen, ferner den jungen Bertold, den Sohn Herzog Konrad'svon Zähringen der sich offenbar besonders eng an seinen weifischenSchwager angeschlossen hatte und schliesslich Herzog Konrad selbst 958 .An alle diese schrieb Roger Briefe: sie möchten doch, bäte auch er, auf das-jenige eingehen, was Weif ihnen zu ihrem eigenen Yortheil auseinandersetzenwerde 959 . Weif sollte selbst der Bote dieser zu seiner Empfehlung abge-fassten Schreiben sein und reiste mit ihnen ab. Dabei kam er für seine Personungehindert durch Rom, aber seine Leute wurden mit seinem Gepäck, indem die Briefe waren, von der Stadtbehörde gefasst, die sofort an Bevoll-mächtigte König Konrad's berichtete. So mochten für die Umgebung desKönigs der Herzog von Zähringen und sein Sohn mit schwerem Verdachtebelastet sein, ehe sie selber wohl auch nur im Entferntesten schon an irgend-welche offene Aufsässigkeit oder planvolle Umtriebe gedacht hatten. Wirwissen übrigens dann nur, dass Weif, nach Deutschland zurückgelangt, inder Thateinige Ungetreue von bisher nicht geringer Geltung bei Uns undnicht geringem Namen" 96 ° (nach des Königs Ausdruck) für sich gewann undmit ihnen im Bunde die Güter der Söhne des Königs überfiel.

Bei Einem mindestens wären Roger's Mahnungen und Weif's Worteauf unfruchtbaren Boden gefallen: bei Herzog Friedrich. Im April 1149 war

966 Orig. Guelficae III 466 = St. 3792; vgl. unten zu 1158.951 Albericus Tresfont. MGSS XXIII 839.

968 Diese Reihenfolge in dem Briefe Jaffe I 228f. (Conradus duxde Cebering"schreibt der römische Notar. Also auch in Rom oder zwischen Roger u. "Weif war Konradnicht als Herzog von Burgund, sondern von Zähringen bezeichnet worden). Vgl. über dieBündnisBpläne ferner Jaffe I S. 364; Hist. "Weif. MGSS. XXI 468 u. die entstellten Nach-richten der Ann. Herbipol. MGSS. XVI 7.

969 Jaffe I ("Wibaldi epp.) S. 229, z. 4 f.

960 ib. 364 in K. Konrad's Brief an seine Tochter Irene.