302 1143-1145.
sicher zu erwartende Markgraf Hermann von Baden, die Grafen Ulrich vonGamertingen, Gemahl der Zähringerin Judith, Ulrich von Lenzburg, Diet-rich von Mömpelgard, der in der Sache der Einsiedler Abtswahl gemass-regelte Rudolf von Rapperswyl, Bertold von Nimburg und die weiteren Her-zog Konrad zum Theil auch von früher bekannten Grafen von Egisheim,Prankenburg, Froburg, Kirchberg, Saarbrücken, Speyer und Berg, wie eineAnzahl Herren und Ritter, darunter Konrad von Schwarzenberg, Bertoldvon Thanegg, Heinrich von Rheinfelden, Konrad von Krenkingen und Hein-rich von Küssachberg 912 .
Alle Anwesenden wurden von dem König zu einer Entscheidung zwi-schen dem Kloster Einsiedeln und dem Grafen von Lenzburg zugezogen, derin Gemeinschaft mit der Gemeinde Schwyz dem Kloster einen Wald streitigmachte, obwohl er diesem schon von Heinrich V zugesprochen worden war.Auch hier wieder entschied der Hoftag gegen Ulrich von Lenzburg und seinenAnhang 913 . Die übrigen königlichen Verfügungen, in denen der Zähringerals Zeuge aufgeführt wird, liegen dessen eigenem Interessenkreise sehr ferne.
Am 4. September weilte der König, der inzwischen die Moselgegendenbesucht hatte, im schwäbischen Ulm. Dort fand sich im Gefolge seines Vatersauch der jüngere Friedrich von Schwaben ein, so dass eine zu dieser Zeit ab-geschlossene Versöhnung zwischen dem König und ihm anzunehmen ist; ferneru. A. die Grafen Rudolf von Bregenz, Albert von Löwenstein, Rudolf vonLenzburg. Der zähringische Herzog war diesmal nicht wieder erschienen 914 .
Dagegen besuchte er den König bei der Osterfeier (26. März) 1144 zuWürzburg. Er fand in der Stadt am Main ausser dem dortigen Bischof undder Geistlichkeit bei dem König die Bischöfe Bucco von Worms und Ottovon Freising und mehrere Aebte., die beiden staufischen Friedriche, denLandgrafen Ludwig von Thüringen'mit seinem Bruder Heinrich, die Söhnedes Markgrafen von Meissen und eine Anzahl z. Th. mitteldeutscher Grafenund Herren, ausser ihnen noch den Fürsten Robert von Capua, der nebst dreisüditalienischen Grafen in Unfrieden die Heimath verlassen hatte. HerzogKonrad war Zeuge in einer Königsschenkung 915 für das thüringische KlosterPaulinzelle, dessen Name ihm vielleicht die einstigen innigen Beziehungenseiner Väter zu dem Kloster Hirsau und dessen Tochterstiftungen, zu denenauch das thüringische Kloster zählte, erwecken mochte.
Von Würzburg brach der König nach Bamberg auf, wo er auch dasPfingstfest beging. Ein Theil der Fürsten begleitete ihn dorthin noch und
91 * St. 3456—3459 vom 8.—11. Juli. Herzog Konrad kommt in allen vier Urkk. vorund zwar dreimal als Herzog Konrad und einmal (3457) mit dem Zusatz „von Zähringen".
813 St. 3456.
914 St. 3463, vgl. dazu Bemhardi 343.
916 St. 3466 vom 25. März, ob 1144, darüber vgl. Bernhardi 371 Anm. 4. — Conradusdux de Geringe,. Die übrigen Anwesenden nach dieser TJrk. und St. 3467.