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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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287
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Konrad zieht gegen "Weif. 287

ein Vergleich geschlossen sein, der die Ansprüche der Weifen einschränkte.Denn Uta, die Nichte Konrad's von Zähringen, lebte lange Jahrzehnte, vonihrem Gemahl Weif, der sie fast noch als ein Knabe geheirathet hatte und derLiebe zu ihr über anderen Frauen vergass, getrennt auf jener Burg, nach derman sie die Herzogin von Schauenburg nannte 876 , und nachdem sie ganz hoch-betagt — noch 1196 kommt sie urkundend vor — gestorben war, ist dieSchauenburg nebst Zubehör wieder in das zähringische Gut zurückgebrachtworden.

Der Kampf zwischen Weif und Albert war nicht unterbrochen worden,hier war es uicht in gleichem Masse für Lotar wichtig die Gegner zu trennen.Weif nahm in der Zeit nach Konrad's Abzug von der Schauenburg die VesteLöwenstein ein und die dortige Besatzung gefangen und wandte sich dann gegendie Burg Calw, in die Albert selber sich geworfen hatte. Dieser musste seineSache jetzt verloren geben und verglich sich mit Weif, der ihm die Stamm-burg und eine Anzahl Dörfer zugestand, aber, wie die Weifenchronik berichtet,nur als Lehen.

Inzwischen hatte, als Lotar Ende October 1133 zu Mainz Hof hielt,auch Herzog Konrad sich dort eingefunden. Die besondere Veranlassung,die den Herzog eine solche immerhin weitere Reise hat machen und ihn etwasverspätet eintreffen lassen, wird man am Besten in der calwischen Angelegen-heit selbst zu suchen haben. Konrad traf zu Mainz bei dem Kaiser die geist-lichen Fürsten von Mainz, Magdeburg (Norbert), Bamberg (Otto), Worms,Speier, Eichstädt, Prag, Havelberg, Fulda und Hersfeld, die Grafen vonLos, Veldenz und Schwalenberg und den Vitzthum von Hildesheim 877 ; vonden welfischen Brüdern Niemand, da Weif seinen Kampf gegen Albertdamals noch nicht zu Ende geführt und Heinrich die Staufer zu beobachtenhatte.

Der Kaiser ging sodann den Rhein herauf nach Basel und Konrad be-gleitete ihn; ferner hatten sich Norbert von Magdeburg und der Bischof vonHavelberg angeschlossen. Am 8. November befanden sich zu Basel bei Lotarausserdem noch Erzbischof Anserich von Besancon, Gebhard von Strassburg,Ulrich H von Constanz, Konrad von Chur, Herzog Simon von Oberlothringen(der Schwiegervater Graf Rainald's III vonBurgund), die Aebte vonReichenauund Murbach, die Grafen Friedrich von Zollern, von Pfirt, Hupold vonLaupen und ein Udelhard, doch wohl der von Seedorf, der Gründer vonFrienisberg; aus ritterlichem Stande Ulrich von Thun und sein Bruder Werner,

876 Vgl. Chr. Fr. Stalin II 370.

8,7 St. 3286. Die Urk. Adalbert's von Mainz vom 21. Oot. 1133 (Wenck Hess.LGesch. II 81) zeigt, dass die Zeugen von St. 3286 mit Ausnahme von Konrad von Zähringen,Lotar und der sonstige Hoftag am 18. Oct. schon beisammen waren, also Konrad damalserst erwartet wurde; vor dem 23. Oct. (St. 3286) traf er dann ein.