288 1133. 1134.
Ulrich von Erlenbach (im Simmenthai) und sein Bruder Constantin, Egelolfvon Steffisburg und Adalbert von Hurseiden. Die letzteren waren sicher an-lässlich des in ihrer Nachbarschaft entstandenen Augustiner-Klosters zwischendem Thuner und Brienzer See mit gekommen, das Seliger von Oberhofenmit Anderer Beihilfe in der Diöcese Lausanne und Grafschaft Burgundauf dem „Matten" genannten Orte zwischen den Seen (wonach es bald nurnoch Interlaken genannt wurde) zu Ehren der Gottesmutter Maria gestiftethatte. Denn dieses nahm auf sein Ersuchen der Kaiser zu Basel in seinenSchirm und befreite es von Investitur und Steuer, auch gab er ihm das freie"Wahlrecht des Propstes und des Vogtes mit der Bestimmung, dass die Vogteinicht erblich sei und dass der vom Propst investirte, mit dem königlichenBann beliehene Vogt seiner Stellung verlustig gehe, wenn er ein dem Klosterzugefügtes Unrecht nicht binnen 40 Tagen zur Befriedigung des letzteren unddes Rectors von Burgund gebüsst habe. An der Busse anderer Verletzerdieser kaiserlichen Bestätigung wurde der Bector hier nicht betheiligt, nurdie königliche Kammer und das Kloster 87S .
Ein Baseler Bischof fehlt unter den Zeugen dieser Urkunde. Bertoldvon Neuenburg hatte nämlich abgedankt und der erwählte Nachfolger warvom Papste verworfen worden. Nun verhalf Lotar, der wohl hauptsächlichdeswegen überhaupt gekommen war, einem Sachsen Albero, dem bisherigenAbte von Nienburg, unter Berücksichtigung der Concordatsbestimmungen zudem Bischofssitze von Basel 879 . Danach ging er wieder den Rhein hinab undzwar bis Cöln, wohin ihn niederrheinische Fehden riefen. Dabei zog HerzogKonrad abermals mit ihm 88 °, dasselbe thaten Norbert und der neueingesetzteBischof Albero und zu Cöln sah Konrad dann noch den dortigen ErzbischofBruno und die Bischöfe von Münster, Lüttich und Minden, ferner Heinrichvon Limburg, den Sohn des niederlothringischen Herzogs Walram, denLandgrafen Ludwig von Thüringen und die Grafen von Ballenstedt undLützelburg.
"Was mag Konrad in diesem mehr als zweimonatlichen Verweilen beidem Kaiser gesucht haben? Sowohl die calwische wie die burgundische An-gelegenheit bieten sich dem Errathen dar. Und wenn man da an sich ehervermuthen möchte, es habe sich darum gehandelt von Lotar eine kraftvolleAction zu Gunsten des in Burgund auf dem Siegeswege befindlichen Rectorszu erlangen, so wird das noch dadurch unterstützt, dass gerade nach Basel
878 St. 3287. F. r. Bern: I 405 f.
878 Vgl. Bernhardi 510 f.
880 Am 1. Jan. 1134 war er nach St. 3288 mit zu Cöln. "Wegen der ununterbrochenenAnwesenheit Konrad's bei Lotar seit dem Ende Oct. 1133 habe ich seinen burgundischenFeldzug in die frühere Zeit dieses Jahres, vor die von Lotar unterbrochene Fehde gegenWeif setzen müssen.