280 H29. 1130.
Herren und zähringischen Dienstleuten sein Allod zu Hausen an St. Peterschenkte. Nachdem Herzog Konrad gestorben war und auch des SchenkersNeffe oder Enkel Ulrich auf der Jerusalemfahrt umgekommen war, brachteder ältere Ulrich zusammen mit dem überlebenden Bruder des jüngeren Ulrich,Konrad, vor der Herzogswittwe dementia die früher gemachte Schenkungzur Ausführung 851 .
Zum Schlüsse sei erwähnt, dass der Klosterrotel eine Aufzählung ge-kaufter Güter und des gezahlten Preises mit dem jeder weiteren Beigabe ent-behrenden Eintrag 853 abschliesst: An Herzog Konrad drei Mark Silbers.
Seit Herzog Konrad Rector vonBurgund geworden war, hatte inzwischender Kampf der staufischen Brüder gegen das Königthum Lotar's durch dieErhebung des jüngeren Bruders, Konrad, zum Gegenkönige noch mehr Inhaltund Umfang bekommen. Der Zähringer ist jedoch, soviel wir erkennen können,auch nach 1127 nicht für Lotar, dem seine Neutralität anscheinend genügte,in diesen Kampf eingetreten •, des Supplinburgers Kämpfer war vielmehr Hein-rich der Stolze von Baiern, dessen sich Friedrich von Schwaben selbständigzu erwehren hatte, da sein Bruder nach Oberitalien gezogen war.
Am 28. December 1129 nahm Lotar das von der staufischen Partheigehaltene Speyer ein und ging sodann den Rhein aufwärts. Zu Strassburgführte er wahrscheinlich persönlich den Bischof Bruno wieder ein, der einstvon Heinrich V, der dadurch Bertold's IH von Zähringen Tod sühnte, dorteingesetzt, aber seit 1126 durch einen Gegenbischof Eberhard bedrängt undvertrieben worden und auch seit dessen Tode (1127) noch nicht wieder insein Bisthum zurückgelangt war 853 . Von Strassburg zog der König mit demdortigen und dem Halberstädter Bischof weiter nach Basel, wo in den erstenFebruartagen eine grosse Anzahl schwäbischer Fürsten und Herren sich umihn versammelte. Herzog Konrad von Zähringen war erschienen; ferner derburgundische Erzbischof Anserich von Besancon, dann die Bischöfe vonConstanz und Basel, die Aebte von Reichenau, Pfäffers, Dissentis und Mur-bach, Konrad's Schwager Pfalzgraf Gottfried und ebenso sein Vetter, Her-mann von Baden, die Grafen Rudolf und Ulrich von Lenzburg, Siegbert vonElsass, Hutherich von Hegenheim, Volmar von Hünenburg (beide ebenfallsElsässer), Bertold von Nimburg und "Werner von Tierstein. Die Lenzburgerbrachten von diesem Verweilen bei dem König für die Propstei Zürich eineam 6. Februar vollzogene Bestätigung 854 der ihr am 7. März 1114 von Hein-
851 RSP. 149f. Natürlich.ist S. 150 z. 17 statt Counr[adi] zu ergänzen: Counr[ado].
852 RSP. 166.
863 Vgl. die Belege und Ausführungen bei Bernhardi S. 144 u. 252 f. — Das im TextFolgende weicht mannigfach von Bernhardi ab, weil ich St. 3359 anders datire.
864 St. 3248, seitdem ZüUB. 1 167 f. Nachbildung in Sybel's u. Sickel's KUrkk. inAbb. VI 5.