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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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281
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Auf Hoftagen. 281

rieh V verliehenen Urkunde mit heim, durch die also Lotar auch die damaligeVereinbarung über die zähringische und lenzburgische Vogtei von Zürich mitanerkannte. Konrad von Zähringen selbst war unter den Fürbittern der Ur-kunde, gerade wie es 1114 Bertold III gewesen war.

Zu Basel ward auch eine Angelegenheit abgeschlossen, die Konrad alsVogt von St. Blasien mit anging. Zu Bürgein, dessen kleinem Gotteshausevorher ein einzelner Kleriker vorgestanden hatte, hatte der Abt Bertold vonSt. Blasien durch Entsendung von Mönchen eine Stätte klösterhehen Lebensbegründet. Diese Umwandlung hatte Unzufriedenheit erregt und nachdemeine Beschwerde darüber bereits dem 1127 verstorbenen Bischof Ulrich Ivon Constanz vorgelegen, beraumte dessen Nachfolger endlich einen Vergleichs-tag zu Liel an, auf welchem im Sinne einer Weisung des Mainzer Erzbischofsdie Angelegenheit dahin geschlichtet wurde, dass die Mönchsansiedlung zu-gelassen, aber zugleich das Weiteraintiren des Weltgeistlichen angeordnetwurde. Zu der auf Grund dieses Vergleichs erfolgenden Vertheilung derGüter des alten Bürglener Gotteshauses an das dortige Kloster und an dasWeltpriesteramt, für das eine Capelle zu Eggenen auf altem Gebiet derKirche von Bürgein erbaut wurde, entsandte auch Herzog Konrad als VogtSt. Blasiens einen Vertreter nach Eggenen, nämlich Rudolf von Baden, densein Bruder Bertold begleitete. In Basel, wo Konrad selber anwesend war,fertigte dann Bischof Ulrich II von Constanz über die ganze Angelegenheiteine Verbriefung aus 855 . Der neuen Capelle bei Bürgein aber, die in derFolge den Namen Johannis des Täufers trug, hat Herzog Konrad zu un-bestimmbarer Zeit ein Gütchen in Schalsingen (BA. Müllheim) geschenkt 856 .

Der König ging von Basel aus nach Franken zurück, ohne dass Konradihn auf dem Wege begleitete 857 . Es war nicht nur für Lotar von grossemWerthe, sondern konnte auch zur Freiheit der Entschlüsse Konrad's beitragen,dass der Strassburger Bischof, zu dem er sicher noch immer in freundlichemVerhältniss stand, zu jener Zeit einen guten Theil des Elsass bei der könig-lichen Sache hielt und ihr neue Anhänger gewann 858 .

Im Spätjahr 1130 traf den Herzog eine Trauernachricht: sein VetterHermann II , mit dem er in häufiger und unseres Wissens ungetrübter Be-

856 Schöpflin V 69 ff. Die Urk. dort hat Eckinheim und Eckingen. Auch Eckingenmuss Eggenen sein, vgl. die dies sichernde Urk. Gerbert, Hist. S. N. III 66f. — DassAdalbert von Mainz mit in Basel war, folgert Bernhardi S. 253 Anm. 2 aus dieser Urkundemit Unrecht. — Vgl. dazu auch die Anm. 856 genannte Chronik.

856 Chron. Burglense bei R.Heer, Anonymus Murensis denudatus, Freib. 1755,S. 382. unam scopozam in vüla Sealsingen.

857 Unter den (nach WUB. I 381 ff.) am 17. Febr. 1130 zusammen in Strassburgweilenden Fürsten ist Herzog Konrad nicht, dagegen sein von Basel zurückkehrenderSchwager Gottfried, dessen Eidam "Weif und andere.

858 Siehe Bruno's Brief an den König b. Jaffe V 433 f.