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eine Einrichtung getroffen, die eher dazu zu führen versprach, Burgund amEeiche zu erhalten, als dies hei der alleinigen Fürsorge des in Niederdeutsch-land, in Sachsen wurzelnden und zudem so schwer schon um die Behauptungseiner deutschen Krone ringenden Königs geschehen konnte. Damit aher,dass zwischen den König und die burgundischen Kronlande nunmehr derRector getreten war, wird es wohl auch zusammenzubringen sein, dass Lotardie gesonderte burgundische Canzlei, wie sie die Salier gehabt hatten, hateingehen lassen, so dass man einer solchen unter ihm und seinem NachfolgerK. Konrad III nicht begegnet 845 ". —
Statt fortab jenseits des Rheines, finden wir den zähringischen Herzog beiseinem nächsten Begegnen nach jenen bedeutungsvollen Speyerer September-tagen in ruhiger Fürsorge um das Kloster seines Hauses, St. Peter, begriffen.Und zwar auf der Burg Zähringen selbst, die hier zum ersten Male als solchegenannt wird; am 23. März 1128 846 . Ein Ritter Herzog Konrad's, NamensHugo von Castell Cella (Zell unter Aichelberg, OA. Kirchheim) hatte früheran St. Peter ein Gut von zwei Mansen bei Stetten (OA. Tuttlingen) tradirt,damit es das nach seinem Tode besitze; sein Bruder Reginboto hatte demKloster ein Gut zu Mietersheim (BA. Lahr) geschenkt. Auf dieser Grund-lage geschah nun an dem genannten Tage auf der Zähringer Burg ein Tausch,durch den Hugo jene Güter seiner Familie von St. Peter zurückerhielt unddiesem dafür alles gab, was ihm im Dorf Thuningen (OA. Tuttlingen) seinHerr, der Herzog, überwiesen hatte. Herzog Konrad hiess in seiner doppeltenEigenschaft als Herr des Ritters und als Vogt des Klosters den Tausch gutund machte ihn rechtskräftig. Die edelen Herren Adalbert von Steusslingenund Heinrich und Werner von Hardtegg, sowie eine Anzahl Gefolgsleute desHerzogs waren mit auf der Burg und wohnten dem Acte bei.
Ich stelle hier sogleich alle sonstigen erkennbaren Beziehungen HerzogKonrad's zu St. Peter zusammen. Mit dem Abte Eppo, also vor 1132, inwelchem Jahre Eppo am 1. Januar starb, schloss Konrad zwei verschiedene
846 a Bresslau, Hb. d. Urkundenlehre I, Leipzig 1889, S. 355 schwächt zwar die bis-herige Meinung ab: „ob es einen burgundischen Erzkanzler Lothar's gegeben hat, mussdahingestellt bleiben, da recognoscierte Urkunden aus seiner Regierungszeit für das bur-gundische Reich überhaupt nicht vorliegen." Vielleicht darf man aber dafür sagen: siewurden eben desswegen nicht recognoscirt, weil es keinen Erzcanzler für Burgund gab.
846 RSP. 166. Die Ausgabe hat das MOVIII der Hs. nicht beseitigt trotz aller dieserZahl begegnenden Widersprüche. Auf die Emendation MCXXVIII weist die TagesangabeX Jcakndus Aprilis, die Veneris hin, die für 1128, aber nicht für 1108, 1118, 1138, 1148stimmt, welch' beiden ersteren zudem der dux und Vogt von St. Peter Konrad im "Wegesteht. — Der Bruder des Ritters Hugo, Reginboto kommt nebst seiner Gemahlin GiselaRSP. 148 als Eeginboto de Scopfheim (also in der Ortenau) vor; er schenkt 1. c. einenMansus bei dem Dorfe Vörstetten (BA. Emmendingen) durch die Hand seines VogtesErkenbold an St. Peter. Im Anschluss daran wird auch die einige Zeit darauf erfolgteSchenkung zu Mietersheim erwähnt.