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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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270 1127.

ab von jenem Otto Wilhelm, der zu den Zeiten König Rudolf's III eine über-legene und gefährliche Macht neben der burgundischen Krone innegehabthatte, und war der Sohn des Grafen "Wilhelm III, der als der Gemahl derAgnes von Zähringen, der Tochter Bertold's II, also Schwester HerzogKonrad's 7 ", schon genannt worden ist. Der Erbe des ermordeten "Wilhelmdes Knaben", welchen Beinamen Otto von Freising aufbewahrt hat, warals Agnat der Vetter seines Vaters, Rainald III, der Sohn Steplmn's, desBruders von "Wilhelm's IV Grossvater Rainald II. Ein Erbrecht Konrad'svon Zähringen konnte neben dem des wenn auch nicht ganz nahestehendenAgnaten zunächst keinesfalls in Betracht kommen. Rainald hatte einen Theilder Güter des grossen hochburgundischen Hauses schon inne; er trat nun dieErbschaft auch der wohl noch bedeutenderen Güter der erloschenen Linie an.

Es ist nur zum Theil möglich, die Besitzungen dieses Hauses einzelnzu nennen. Abgesehen von den Rückschlüssen aus viel späteren Verhältnissenliegen folgende Angaben vor: Wilhelm II, der letzte gemeinschaftliche Ahnhatte sehr ausgedehnte und blühende Besitzungen in der Gegend von Be-sancon gehabt 800 . Ferner hatte das Gesammthaus Besitzungen in der Diöcesevon Lausanne 601 , Wilhelm II war Vogt von Romainmotier 802 . Rainald IIIhat seine Hauptmacht im Westen des Jura gehabt; wir werden sehen, dasser in dieser Stellung auch durch das Auftreten der Zähringer in Burgundnicht gestört wurde. 1139 spricht eine Urkunde K. Konrad's III von derAbtei Lieu-Croissantim Erzbisthum Besanc,on, in der Grafschaft des GrafenRainald" 803 . Aber er entbehrte auch vielleicht der Besitzungen im ost- odertransjuranischen Burgund nicht, denn seine Lehenshoheit über den Meier vonOrbe (Waadland), die zwischen 1132 und 1139 nachweisbar ist 801 , kannebensowohl auf sein altes Recht als auf seine Ansprüche auf die ErbschaftWilhelm's IV zurückgehen. Sein Bruder Wilhelm war Inhaber der fran-zösischen Herrschaft Macon, jedoch nicht ohne dass ein massgebendes Mit-herrschaftsrecht seines Bruders, des Grafen Rainald III, aufrechterhaltenwurde 805 .

Andererseits führt wieder die andere Linie auch westjuranische Titel.In einer Urkunde von 1107 806 nennt sich Wilhelm III Graf von Burgund und

799 (Giesebrecht IV 4 27 versehentlich: Konrad .... Schwestersohn Wilhelm's.)

800 Lambert SA. 250 zu 1077 (Weihnachten 1076). Auch Hidber 1424, 1435, 1555weisen auf die Stellung der Grafen in der Franche-Comte.

801 Hidber 1439 u. 1503.803 Hidber 1422.

808 St. 3390.

801 MDSR. 1 158.

805 Vgl. R. Kallmann, Die Beziehungen des Königreichs Burgund zu Kaiser undReich von Heinrich III bis auf die ZeitFriedrich's I. Jahrb. f. Schweiz. Gesch. XIV 1889 S. 94.

806 Neu hrsg. F. r. Bern. I 395f.; vgl. Bernhardi's Nachweis, Lotar, Exe. HI S. 823,