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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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267
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Letzte Zusammenkunft mit Heinrich V. 267

St. Georgen, St. Walpurga, Stein, Ettenheim, den Herzog Friedrich vonSchwaben, den Pfalzgrafen Gottfried, den Grafen "Wilhelm von Burgund(beide des Zähringers Schwäger), ferner die Grafen von Lenzburg, Habsburg,Froburg, Homberg, Mömpelgard, Huneburg, Burkard von Zollern und dessenVetter "Wezel von Haigerloch, ferner von Mitgliedern solcher Familien, diemit den Zähringern in häufigere Berührung kamen, Herren von Steusslingen,Toggenburg,Mammern,Böttstein und denBreisgauerErkenbold vonHachberg.

Von Strassburg zog der Kaiser wieder rheinabwärts und Konrad vonZähringen war ihm zum letzten Male begegnet. Am 7. Mai fand sich Hein-rich zu Duisburg durch die Klagen des Abts von St. Maximin in Trier be-wogen, gegen seinen vielleicht ergebensten Anhänger, den Gemahl der Zäh-ringerin Liutgard, Pfalzgrafen Gottfried vorzugehen und das von ihm demKloster entzogene Gut diesem wieder zuzusprechen 794 ; das ist die letztewenigstens uns bekannte Verfügung dieses Kaisers, der, schon erkrankt, vordem bleichen Antlitz des Todes in dieser Urkunde reuig über sein eigenesVerhalten gegen das Kirchengut spricht und diejenigen, die ihm selber ge-folgt waren, zu den Kirchenräubern zählt. Am 17. Mai vertraute er seineGemahlin nebst seinen Gütern dem herbeigeeilten Erben, seinem staufischenNeffen Friedrich II, und dann beschloss er durch seinen Tod am 23. Mai1125 das salische Königsgeschlecht, das seit den Tagen jenes tapferen Kon-rad her, den Otto der Grosse zu seinem Eidam erhob, in der Geschichte derDeutschen vorangestanden hatte. Gewiss zählt Heinrich V, nachdem er sieeinmal erlangt hatte, nicht zu denjenigen Trägern der Krone, deren Re-gierungsführung die Geschichte der deutschen Königsmacht an sich zu be-klagen hat; aber Liebe und auch nur aufrichtige Achtung hat diesem Manneversagt bleiben müssen. Keine Stimme voll herzlicher Trauer hat sich umHeinrich V erhoben, wie so tiefergreifend um den durch ihn in's Elend ge-drängten, im Banne gestorbenen Vater. An manchem der Fürsten hat Hein-rich V Freundliches gethan, und doch fanden die zu seinem Leichenbegängnissin Speyermit der erforderlichen Ehrfurcht" Versammelten über sein Re-giment in Kirche und Reich nur ein gemeinsames hartes Urtheil, von dessenKundgabe selbst Friedrich von Staufen und Pfalzgraf Gottfried ihre Namennicht ausgeschlossen haben. Herzog Konrad von Zähringen war zu Hein-rich's Bestattung nicht erschienen 795 .

Er fehlte auch auf dem Tage der Königswahl zu Mainz, der zu derErhebung Lotar's von Sachsen führte und die Aussichten des Staufers ver-nichtete. Ganz gewiss hat gerade Konrad diese Hoffnung des schwäbischen

'»* St. 3212.

796 Er dürfte sonst seines Ranges wegen, trotz der Bedenken, denen sein Herzogs-titel begegnete, unter den namentlich aufgezählten Absendern des Briefes bei Jaffe Bibl.V 396 f. nicht fehlen.