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Geschichte der Herzöge von Zähringen
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259
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Vergeltung für Bertold's Tod. 259

weiler, Köndringen, Hilsbach, Eschach, und Thanegg. Was nun aber Konradhier zuStrasshurg im Verein mit Hugo vonDagsburg und so vielen Freundenbeider Häuser bei dem Kaiser nachgesucht hat, wird durch die Umstände un-zweifelhaft klar: eben in diesen Januartagen muss auch die Amtsentsetzung desin Bertold's IH Tod verwickelten Bischofs Kuno von Strassburg geschehen sein,also die Vorgänge von Molsheim sind damals zum Austrag gekommen. Auchdarin, dass Heinrich nachher sogleich wieder rheinabwärts gezogen, nicht weiterden Strom hinaufgegangen ist 771 , zeigt sich, dass ihn nur eine bestimmte An-gelegenheit nach Strassburg geführt hatte. Leider ist aber ausser der Ent-hebung des Bischofs über das Verfahren und ergangene Urtheil durch dieUeberlieferung gar nichts festgehalten worden.

Praglich ist, ob eine zweite Handlung der kaiserlichen Antheilnahmean den Angelegenheiten des zähringischen Hauses zu diesem Zusammen-treffen Konrad's mit König Heinrich V in Beziehung zu setzen ist. DerTräger der Krone hat ja zu einer nicht angegebenen Zeit die Gründung derStadt Freiburg durch Konrad bestätigt und zwar, wie schon gesagt wurde,allem Anschein nach nachträglich 77a , und die Eürsten haben dieser Bestä-tigung zugestimmt. Das könnte nun aber eben so gut schon im Jahrevorher während der Concordatsverhandlungen zu Worms geschehen sein, wonoch mehr und vor allem viel bedeutendere Eürsten anwesend waren, als 1123zu Strassburg, könnte ferner, falls man eine lange Verschleppung nicht be-denklich finden will, sogar erst um den Anfang 1125 geschehen sein, woHeinrich V noch einmal nach Strassburg gekommen ist, von dort aus allerleiVerfügungen für alamannische Orte getroffen und darunter auch gerade einezähringische Angelegenheit beurkundet hat, und könnte schliesslich auch erstunter Lotar geschehen sein, wofür sogar eine gewisse Wahrscheinlichkeitdarin liegt, dass die Quelle von der Bestätigung durch denKönig", nichtden Kaiser spricht, wie es Heinrich V lange vor 1120 schon geworden war.

Das auf ihn vererbte gute Verhältniss zu Kaiser Heinrich kam demHerzog Konrad zu statten, als er in diesen Jahren den ersten Versuch deszähringischen Hauses machte, bei dem Kloster St. Gallen, das sein VaterBertold II so inständig bekriegt hatte, eine einflussreiche Schutzstellung zugewinnen 778 . Patriarch Ulrich von Aquileja, der ja immer noch der Abt des

771 Vgl. St. 3188 ff.

772 Conradus Friburcum in Brisgaw construxit ac libertate donavit ...... Henrico

imperatore confirmante et cunctis principibus corone Boinani imperii qui aderant consen-tientibus. Urk. Friedrich's II von 1218, April 15. für Bern. (Vgl. über sie die Anm. 759 er-wähnten Ausführungen.) Aber richtiger als es daB oben herausgenommene, etwas künst-liche Citat thut, wird in der Urk. Friedrich's die Bestätigung auf Heinrich VI und aufBern zu beziehen sein. Nun erwähnt noch der Stadtrotel (über diesen ibid.) consensumac decreta regis etprincipum ohne Namenszusatz.

778 Das Folgende stofflich nach Cont. cas. S.Galli S.90fF. und nach den Ausführungen

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