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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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256 11201122.

beschwören, Sicherheit gegeben, dass ich und meine Nachfolger das obgesagteallzeit erfüllen werden. Und dass ich diesen Eid nicht etwa aus irgend einerNöthigung breche, habe ich mit meiner rechten Hand dem freien Manne 7fi -und den Geschworenen des Marktes 703 die Zusicherung dessen unverbrüchlichgegeben. Amen."

Von Marktfrieden, Marktgericht, Geleit, Zoll sprechen schon dieseersten Bestimmungen Konrad's und dass die Zähringer auch das Münzrechtzu Freiburg besessen haben, wird bei der Aufzählung ihrer Güter und Rechtespäterhin zu erweisen sein. Das waren also lauter Regalien, die der Gründerder Stadt sich vom Könige übertragen lassen musste. Es hat den Anscheinund auch die ersten von ihm verliehenen Freiheiten sind so abgefasst, als seiKonrad vertrauensvoll zunächst selbständig vorgegangen und erst nachträg-lich die Bestätigung erfolgt. Dass wirklich die Genehmigung, dieBestätigung"durch Heinrich V gegeben ist, ist ausdrücklich von einer Quelle 7M aufbewahrt;die besondere Zustimmung des Landesherzogs, deren in ähnlichen Fällen gernegedacht wird, erwähnt sie nicht, aber diese kommt vielleicht darin zu einembegreiflicherweise verhüllten Ausdruck, wenn immerhin der ZustimmungderFürsten des Königs" zu dem Werke des Zähringers zu gedenken nicht ver-gessen wird.

Der Schöpfung Konrad's ist ein reicheres Emporgedeihen beschiedengewesen, als der eines seiner Ahnen, dem freundlichen Villingen. Das macht,die Vorbedingungen waren für jene unendlich viel günstigere, als für den Ortauf der Baar. Eine Stätte des Wochenmarktverkehrs ist Freiburg bis aufden heutigen Tag in eigenartiger Weise geblieben, wohl keine sonst ent-sprechende Stadt hat ein solches Treiben aufzuweisen, wie es sich am Samstagin der Dreisamstadt um das herrliche Gotteshaus herum auf dem Münsterplatzabspielt, ein solches buntes Marktgedränge, wie dort die Massen der unschönenaber farbenfreudigen Trachten vom Schwarzwald und vom Kaiserstuhl voll-führen. Dass aber diefreie Burg", wie Konrad seine Schöpfung nannte, auchihre grösseren Zwecke erfüllt hat und in schnellem Erblühen eine Stadt orts-eingesessenen kräftigen, wohlhabenden Bürgerthums geworden ist, das wirduns noch zu ihres Gründers Lebzeiten, in gerade eines VierteljahrhundertsFrist deutlich vor Augen treten.

Wie Konrad mit seinem Bruder im September 1122 zu den Verhand-lungen von Worms ritt, ist schon berichtet worden. Und dann war bald derjähe Tod des Herzogs erfolgt, der eben deswegen noch in dieses Jahr zu

702 Ich nehme das colleotivisch, da kein v uni" odercuiäam" bei libero hotnini steht.

708 coniuratoribus fori. Entspricht das nur erst dem coniurationc facta am Eingangder Urkunde: den Mitvereinbarprn, oder schon der späteren, aus 24 bestehenden Behördedesselben Namens?

764 Dem sog. Stadtrotel; vgl. über ihn die Anm. 759 erwähnten Ausführungen.