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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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252
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252 1120.

Belieben Gefangene fort und legte ausserdem dem Orte eine hohe vor Osternan ihn zu zahlende Geldsumme auf." Eben mit dem Briefe, der dies erzählt,riefen nun Abt und Kloster, offenbar aber erst nach Konrad's Abzug, denSchutz des Papstes, in welchem Allerheiligen unmittelbar stand, an und batendarum, durch den Constanzer Bischof die Theilnehmer an jenem Angriff beiallen Klerikern und Mönchen der Diöcese von der Beichte ausschliessen zulassen, bis Gott, dem hl. Petrus und dem Kloster Genugthuung geschehen sei.Ein Einschreiten sei um so nothwendiger, als überhaupt viele Klöster undKirchen mehr und mehr Schaden zu erleiden hätten.

Ueber ein unmittelbares Eingehen Calixt's auf diese Beschwerde liegtnichts vor. Dagegen liegen neue Bestätigungen der Freiheiten und Be-sitzungen von Allerheiligen von Calixt wie von Heinrich V vor, obwohl Beidesolche schon in längerer oder kürzerer Frist vorher gegeben hatten, und andemselben Tage, an dem der Kaiser die zweite Neubestätigung gab, am11. November 1122, auf einem Tage zu Bamberg, verbriefte und erneuerteauch Bischof Otto von Bamberg den alten Gütertausch von 1050 und schlossdabei das Gut bei Hilzingen in den von Schaffhausen eingetauschten Besitzmit ein. Dabei wurden den in Bamberg erschienenen Vertretern Schaffhausensdie Tauschgüter noch einmal und zwar durch die Hand des Bamberger VogtesBatpot feierlich tradirt 756 . So hatte also Schaffhausen von Seite BambergsRecht erhalten und es drängt sich zur Erklärung der Angriffe Bertold's IIund nunmehr Konrad's gegen dies Kloster die Muthmassung auf, sie seien etwabloss desswegen erfolgt, weil Beide in den uns noch vorliegenden in derBezeichnung ungenauen älteren Beurkundungen des von Bertold I vorgenom-menen Tausches nichts von dem Gute bei Hilzingen gesagt fanden. Im Uebrigenlässt sich über diesen Vorfall nur noch feststellen, dass das Gut bei Hilzingenin die nachfolgenden Güterbeschriebe und Besitzbestätigungen Allerheiligensdoch widerum nicht aufgenommen worden ist 757 .

In demselben Jahre dieses Zuges gegen Schaffhausen, also noch beiBertold's HI Lebzeiten vollbrachte ein friedlicherer Thatendrang Konrad'seine der in der Folge bedeutendsten Stadtgründungen des zähringischenHauses, das durch alle seine Zeiten hindurch wie kaum eines und mit amfrühesten daran gearbeitet hat, seine Lande aus einem Gebiet nur bäuerlichen"Wirthschaftslebens zum Handel und Gewerbe und zur Bürgerkraft der Städtezu fördern. Diese Schöpfung Konrad's aber ist Freiburg im Breisgau amAusgang des Dreisamthaies.

Eine durch günstiges Geschick erhaltene Urkunde bietet die Möglich-keit eine Vorstellung rückzuerschliessen, wie es in der Gegend und an dem

760 QzSchwtiesch. III 1, 106f. Die Bestätigungen Heinrich's V ib. 95ff., 103ff.767 Vgl. die Urkk. QzSchwGesch. HI 1, insbes. S. 113ff. 118ff. 125ff.