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Geschichte der Herzöge von Zähringen
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251
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Angriff auf Schaff hausen. 251

schehen war, durch die päpstlichen und kaiserlichen Besitzbestätigungen nichtfür genügend gesichert erachtet wurde, dass man sich ohne eine sonst ersicht-liche Veranlassung an Bamberg selber wandte und dass die Bestätigung desTausches nicht in der Form der Erneuerung älterer Urkunden, sondern durchganz neu abgefasste Schriftstücke geschah. Dass ausserdem noch im Jahr1102 Gebhard von Constanz seinen Bruder Bertold II zur Anerkennung ebenjenes Tausches hatte nöthigen müssen, ist schon erzählt worden. Unter diesenUmständen ist nicht daran zu zweifeln, dass dieser im Jahr 1102 noch einmalbeschwichtigte Streitpunct jetzt zum Austrag gebracht werden sollte. Undsucht man den Kern desselben: es taucht jetzt als im Jahr 1050 von bam-bergischer und zähringischer Seite im Tausche gegeben plötzlich auch einGut in der Nähe von Hilzingen (BA. Engen) auf, von dem weder die Urkundevon 1050 noch die von 1102 etwas weiss 75 *, und so ist anzunehmen, dass diezähringischen Brüder oder Konrad, falls er hierauf bei der Abtheilung ver-wiesen war, hinsichtlich dieses Gutes bei Hilzingen ihr Interesse verletztsahen.

Am Tage vor St. Mathias 755 1120, also am 24. Februar rückte, wie der Be-schwerdebrief erzählt,ein gewisser adlicher Herr Namens Konrad, ein ganzjunger Mann (pner adolescens), der Sohn des Herzogs Bertold, mit gewaffneterMannschaft vor deu Ort des heiligen Erlösers und kam zu sehr heftigemKampf mit den Ortsinsassen von Schaffhausen, ohne jedoch, nachdem derKampf sich vom Mittag bis in die tiefe Nacht hineingezogen hatte, den Ein-tritt erzwingen zu können. Vielmehr musste er, nachdem er am Abend undin der Nacht auf den Feiertag den Ort zum grössten Theile verbrannt hatte,mit vielen Verwundeten zurückgehen, aber in der Absicht am anderen Tagevon neuem anzugreifen und den ganzen Ort mit den Einwohnern völlig aus-zurotten. Als ich [der Abt Adalbert] das erkannte und sah, dass sich die un-bewaffneten und unkriegerischen Leute gegen bewaffnete und kriegsgewohnteMannschaft nicht lange würden halten können, hielt ich mit den VertrauterenRath und begab mich aus freien Stücken unter dem Geleit seiner Bitter zudem genannten Fürsten, dem ich mich mit dem Orte und den Einwohnernohne jede Bedingung in die Gewalt gab, dass er, wie es ihm Gott verstatte,mit uns verfahre. Aber auch so konnte ich seinen Zorn nicht besänftigen,denn er verwüstete und plünderte trotzdem die Umgebung, führte nach seinem

"* QzSchwGescb. 106 zu 1122: quorum prediorum urtum quidem infra Skafhusensecenöbium, cdterum vero inter ipsum locum et vülam que dicitur Hiltisingen situm est. Da-gegen 1050, ibid. S. 6: Ebcrhardus .... econtra a duce susccpit, que in loco Sccphusen adprefatum episcopatum pertinebant, und 1102, ibid. S. 65: dans duci .. .. pro quodam parvopredio in vüla Scafhusen sito.

766 QzSchwGesch. III 1 S. 93f. 1120 als im Schaltjahr fiel Mathias auf den 25. Febr.,Baumann irrt sich also in der Datirung um 1 Tag.