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Geschichte der Herzöge von Zähringen
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244 1122.

schon derunwürdige Tod" an Anderes denken, so erfahren wir weiter ausdem sächsischen Annalisten, dass der Strassburger Bischof Kuno seines Bis-thums entsetzt ward,weil er seine Zustimmung zu der Tödtung des HerzogsBertold's gab" 741 . Bertold III muss also in irgendwie vorbereiteter Weise,am wahrscheinlichsten nach summarischem Gerichtsverfahren um's Leben ge-bracht worden sein.

Die Leiche des Herzogs ward seinen Leuten zugestellt und die Getreuenbrachten sie (in einem ausgehöhlten Baumstämme, weiss die erwähnte Frei-burger Chronik noch hinzuzusetzen) nach St.Peter; hier in dem von ihm selberso sehr geförderten Kloster seines Hauses, wo Vater und Mutter seit 11Jahren ruhten, fand und zwar im Capitelsaal vor des Abtes Stuhl 7 ' 2nun auch der in der Blüthe der Jahre hinweggeraffte Bertold III die Grab-stätte.

Das nicht ganz zu lichtende Dunkel, das über Bertold's Tod gelagertist, überschattet auch den Tag, das Datum seines Ablebens. Die Neurologienmachen unmögliche Angaben; es ist für uns massgebend, dass Bertold III nochdem grossen Wormser Tage im September 1122 beigewohnt hat, aber anderer-seits schon um Weihnachten 1122 sein Bruder Konrad Herzog und Vertreterdes zähringischen Hauses ist, wie unten gezeigt werden wird. Das legt naheBertold's III Tod in den December 1122 zu setzen und dazu stimmt es auch,wenn die meisten annalistischcn Quellen ihn noch zu 1122 melden, eine an-dere aber meint, er falle schon in das Jahr 1123, und wenn ein ähnlichesSchwanken, das sich ebenfalls durch den während der Verbreitung der Nach-richt geschehenen Jahreswechsel erklären muss, bezüglich der Absetzung desBischofs Kuno stattfindet. Den Tag ganz genau bestimmen zu wollen, istgewagt, aber eine Spur führt doch mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit aufden 8. December. Möglicher AVeise fand erst am 19.Februar 1123 Bertold'sBeisetzung in St. Peter statt 743 .

741 Ann. Saxo zu 1123; zu demselben Jahre die Thatsache der Absetzung auch inden Ann. Argent. 1. c. und den Marbac. 1. e.. zu 1122 Ann. Disibod. MftSS. XVII 23.Die Nachricht des sächsischen Annalisten bekommt dadurch Bestand, dass Molsheim in derThat ein bischöflicher Ort war, vgl. unten zu 1198.

742 Cat. S. Petri 1. c. 85 = MGSS. XIII 736. Freib. Chron. b. Schilter S. 16 f. ImNecrol. von St. Peter (MGNecrol. I 335) zu Bertold: officium cum 5 candelis.

74» jj ur zwo j schwäbische Necrologien haben Bertold's III Todestag, zwei solche,die ursprünglich gut über ihn hätten unterrichtet sein können: das trotzdem und auch sonstvielfach fehlerhafte Necr. minus von St. Peter hat den 19. Febr., das Necrol. Zwiefalt.(MGNecr. I 251) zum 3. Mai: Berhtoldus dux, was trotz des Widerspruches gegen allesandere nicht gut anders als auf Bertold III zu deuten ist. Der 3. Mai 1122, an den derältere Stalin denkt (II 286), ist durch St. 3181 u. 3182 ganz ausgeschlossen, eben so ist esder 3. Mai 1123. Die Möglichkeit einer Lösung durch die auf irgend welche Weise ge-schehene Vertauschung von kal. tun, und kal. ian. ist doch wohl aufzugeben. In denDecember, auf den durch das Thatsächliche hingewiesen wird, führt aus ganz anderer