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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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242 1122.

ringen, die ganz kurze Notiz darüber 738 sagt nicht, ob Burg oder Dorf ge-meint ist. Möglicher Weise sind sie damit dorthin gekommen, weil von ihnenetwa Bertold III zum Treuhänder ausersehen war, denn und das erlaubtees, hier eine blosse Vermuthung aufzunehmen kurze Zeit danach hat sichein wichtiges Verhältniss der Zähringer zu St. Blasien ausgestaltet, zu demauch von St. Blasien aus die einleitenden Schritte im Jahre 1122 schon gethanworden waren.

Dann aber begegnet doch noch einmal Herzog Bertold's Name in denallgemeinen Angelegenheiten und bei einem Ereigniss von weltgeschichtlicherBedeutung, in welchem er, wenn auch keiner der Handelnden und Beschliessen-den, so doch Zeuge und Willegeber gewesen ist: bei der Beschwichtigung desInvestiturstreits, die das Jahr 1122 brachte. Auf den 8. September hatteder Bevollmächtigte des neuen Papstes Guido von Vienne, oder wie er alsOberhirte der römischen Kirche jetzt hiess, Calixts II, der Cardinal Lambertvon Ostia ein Concil nach Mainz zur Berathung und Herstellung des kirch-lichen und allgemeinen Friedens einberufen und dazu sowohl den Kaiser, wiealle Fürsten des Reiches und auch Frankreichs nebst allen Klerikern undGetreuen eingeladen. Der Ton der Einladung war versöhnlich und Hein-rich V Hess sich bereit finden; es war dann eine Rücksichtnahme ihm gegenüber, wenn die Synode nicht in Mainz, sondern in oder vielmehr bei dem all-zeit gut kaiserlichen Worms zusammentrat. Zu ihr war nun auch HerzogBertold und zwar mit seinem Bruder Konrad erschienen, ferner waren unteranderen weltlichen Fürsten der Herzog Heinrich der Schwarze von Baiern(Bertold's Schwiegervater), die Herzöge Friedrich von Schwaben (Bertold'sSchwager) und Simon von Lothringen, die Markgrafen Diepold von Voh-burg (Bertold's Vetter) und Engelbert von Istrien, sowie der Pfalzgraf Gott-fried von Calw (Bertold's Schwager), unter den Bischöfen auch der Constanzeranwesend 789 .

Langsam führten die Verhandlungen zu ihrem Ziel. Am 23. Septemberkonnte man die Vertragsurkunden austauschen: Heinrich empfing, wie be-kannt genug ist, das Zugeständniss des Theilnahmerechts an der Wahl derdeutschen Bischöfe und Reichsäbte und das weitere, sie und zwar durch dasScepter mit den Regalien vor der Weihe zu belehnen, während in anderenReichstheilen der Gewählte erst binnen 6 Wochen nach der Weihe in gleicherWeise die Regalien empfangen sollte; er verzichtete dafür auf die Investiturmit Stab und Ring und gestattete die Wahlen, versprach auch die Zurück-gabe aller während seiner und seines Vaters Regierung dem römischen Stuhle,

788 In einer bischöfl. constanzischen Urk. von 1168 bei Gerbert, Historia silvaenigrae, III 96.

ho yg] i ,3j e Zeugen in St. 3181 (jetzt auch Lichtdruekwiedergabe der Urk. in denMJÖG. VI. 1885.) und St. 3182.