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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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241
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Stille Jahre Bertold's in. 241

Jahre kaum etwas wichtiger war, als der während des Sommers am Mittelrheingegen die norddeutschen Aufständischen glückhaft geführte Kampf, so liegtes nahe, die Landesversammlung zu Rotenacker mit diesem in Verbindungzu bringen, wenn auch etwa nur insoweit, dass Friedrich dort den Schwabenden Besuch des auf Michaelis von den Aufstandischen nach Frankfurt an-gesagten allgemeinen Fürstentages widerrieth 73ß . Dass Herzog Bertold IIIirgendwie in Action getreten sei, ist durch nichts bedingt.

Wir wissen über sein Thun und Lassen für mehrere Jahre gar nichts.Sein Bruder Konrad zog gegen das Kloster Schaffhausen und gründete aufseinem breisgauischen Eigen die Stadt Freiburg, aber des Herzogs Antheiloder Nichtantheil an solchen Ereignissen könnte man nur vermuthen wollen.Die Zeit Bertold's III ist überhaupt die stillste und am meisten kleindynastischeder gesammten zähringischen Geschichte: jener eine unglückliche Zug mitgegen die Corner, im Uebrigen fluthet der Strom der Weltbegebenheiten, inwelchem einst Bertold I und II kraftvoll gerungen, breit an dem Hause derSöhne vorüber. Am 2. August 1121 737 finden wir Bertold III dann einmalwieder: bei einem Grenzvergleich zwischen St. Peter und St. Märgen, demer als Vogt des erstgenannten Klosters beiwohnte, wodurch er zugleich mitseinem Vetter, dem Markgrafen Hermann, ferner mit Bischof Ulrich von Üon-stanz, Dompropst Bruno aus Strassburg, dem Gründer von St.Märgen, einemZoller 737 '*, ferner mit Friedrich von Wolfach und dem freien Herrn Konradvon Zähringen, Schwiegersohn des Grafen Bertold [von Nimburg] zusammen-traf. Diese Begegnung Bertold's III mit dem Bischof Ulrich, der noch vor einpaar Monaten, als Heinrich V nach Ostern Constanz besuchte, gegen den vonRom gebannten Kaiser demonstrirt hatte, lässt immerhin so viel schliessen,dass der Herzog von Zähringen zu jener Zeit in Schwaben eine mehr ver-mittelnde Stellung zwischen der Anhängerschaft Heinrich's V und denGegnern einnahm und jedenfalls kein lauter und offener Kämpfer gegen dieletzteren war.

Am 3. März 1122 haben drei Gebrüder von Eichstetten die Traditioneiner Schenkung an das Kloster St. Blasien vorgenommen und zwar zu Zäh-

worden. Das Falsche aber ist sicher Riethusen, da Bietheim ausser in obiger Urk. auch imRSP. selbst, S. 152, vorkommt und Orte des Namens bekannt sind, während Riethausenverschwunden sein müsste. Ueber Rudolfs von Bregenz Kampf gegen die Grafen vonKirchbero- und über die Betheiligung seiner Mutter Berta von Rheinfelden, der TanteHerzog Bertold's, an diesem Kampfe vgl. Chr. Fr. Stalin II 42, P. Fr. Stalin I 255.

786 Das würde eine Vermuthung Giesebrecht's III 4 886, die er ohne Beachtung desTages von Rotenacker aus anderweitigem Grund ausspricht, stützen.

787 Sehöpflin V 61 f. Dazu eine Textberichtigung bei Dümge 31, Anm. 4. Ueberden Grenzvergleich selbst vgl. Gothein a. a. 0. Das Constanzer Regest 788 (zu 1136)beruht auf einem Missverstehen der damaligen Erneuerung des Spruches von 1125.

7S7a Ueber ihn und St. Märgen s. Schmid, Hohenzollern II 71ff.Heyck. Itf