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einzigen Vögten werden und den Bann dementsprechend vom Kaiser er-halten. — Damit hatte sich Bertold III also einverstanden erklärt.
Nicht bloss am 7. Märzi war Bertold bei dem Kaiser zu Basel, wenn dasauch der erste ganz sicher beglaubigte Tag ist. Möglicherweise war er schonam 4. März dort, denn er steht mit als Zeugein einer auf diesen Tag datirtenKönigsurkunde für Kloster Muri, die zwar gefälscht oder interpolirt ist, wieallgemein anerkannt wird, aber anscheinend ihr Datum und ihre Zeugenreihe— auch Graf Arnulf von Lenzburg und sein Bruder Rudolf sind genannt —nicht einfach aus der Luft gegriffen hat 722 . Jedenfalls aber verweilte Bertoldnoch bis zum 10. März in des Kaisers Umgebung, an welchem Tage sowohler, als auch die Lenzburger in den Urkunden des Königs für Kloster Ein-siedeln und Bisthum Basel aufgeführt werden 728 . Zu den schon vorhin auf-gezählten Fürsten, denen Bertold zu Basel bei Heinrich begegnete, ist nunauch noch der anscheinend später eingetroffene Bischof von Novara hinzu-zunennen. —
Schon während seiner Hochzeitsfestlichkeiten hatte der Kaiser für diezweite Woche nach Pfingsten ein Aufgebot zum Feldzug gegen die nach Un-abhängigkeit gelüstenden Friesen ausgeschrieben und die anwesenden Fürstenin Pflicht der Theilnahme genommen. Als er nun an den oberen Rhein undnach Basel gekommen war, muss ihm auch Bertold die Heeresfolge gelobthaben und vielleicht hängt es damit zusammen, wenn sich der zähringischeHerzog alsbald nach dem inneren Schwaben begab.
Nicht gut anders als in diese Frühjahrszeit kann nämlich, wenn wir dieVerhinderung seiner hauptsächlichen Theilnehmer zu den anderen Zeitendes Jahres in Rechnung ziehen, ein Schwabentag von 1114 zu Rotenackerfallen, über den durch die Gründungsgeschichte von St. Georgen 724 Kundeüberliefert wird. Sie erzählt zwar nur, dass dort zu Gunsten dieses Klosters einevon Bertold IH verfolgte Angelegenheit zum Ende kam. Der elsässischeEdelherr Ulrich von Hurningen nämlich hatte, während Hermann, Hezelo'sSohn, wie wir wissen, ohne Erben aus der Welt gegangen war, dessen WittweHelewida geehelicht und darauf einen Anspruch gegründet, der ihn veranlasste,die von den Brüdern von Entersbach im Jahre 1111 und 1112 nach dem
722 St. 3106. Vgl. über die Echtheit Stumpf II S. 539, Waitz Vfg. V 140, Aum. 1.Ohne mit den Intervenienten von St. 3107—3109 in Widerspruch zu gerathen, weist ihreZeugenreihe doch eine gewisse Selbständigkeit auf; was für sie spricht. Nicht stören kann,dass Arnolfus de Linceburc (St: 3107 u. 3108) in der anderen Urk. (St. 3106) comes Ar-nolfus de Lenzburg ist. (Budolfus frater cius entspricht dem Rodulfus de Dirstein.) Viel-leicht druckte Herrgott nicht nach dem Original, wie denn auch St. 3109, ein Druck nachCopie, den Aruolf bereits als Grafen hat.
723 St. 3108 u. 3109.7 " S. 208.