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war Bertold's Recht dazu kein geringeres ; als das seines Vaters nach demAusgleich von 1098 gewesen war, und so nimmt denn weder die weitere ur-kundliche noch die chronistische Ueberlieferung irgendwie Anstand, auchihn Herzog zu nennen.
Von den Reichsangelegenheiten hat sich Bertold anscheinend zunächstfern gehalten; was wir von ihm wissen — so unzulänglich es freilich imVergleichmit dem Wirklichen sein wird — zeigt uns nur das Walten des Grundherrn inseinem Besitz, vor allem neue lebhafteste Fürsorge für das HausklosterSt. Peter. Von Bertold's III Zeit her datirt dessen grosser Aufschwung undGebietszuwachs, zu dem nicht nur der Herzog selber und sein Haus, sondernauch sein Vetter Hermann, der Markgraf, und die beiderseitigen Ministerialen,sowie den Zähringern befreundete und ergebene Herren, unter denen dieNimburger Grafen mit in erster Linie stehen, auf das eifrigste beitrugen 713 .
Der 30. September 1113 sahHerzog Bertold und seinen Bruder Konradvon neuem auf der Schwarzwaldhöhe von St. Peter und zugleich mit ihneneine grosse Versammlung geistlicher und weltlicher Herren, denn es galt dieWeihe des neugebauten Münsters feierlich zu begehen. Es war ein gleicher odernoch glänzenderer Tag für das Kloster, als derjenige gewesen war, an dem einstGebhard die erste Weihe vollzogen hatte. Zwei Bischöfe waren erschienen,nämlich fernher aus Rhätien Wido von Chur und neben ihm der erwählteNachfolger Gebhard's von Constanz, Ulrich aus dem Geschlecht der Grafenvon Dillingen; dann die Aebte vonHirsau, St. Blasien, Schaffhausen, St.Geor-gen, Rheinau und St. Ulrich in Augsburg; von Laien der mit den Zähringernverschwägerte Graf Adalbert von Gamertingen und zahlreiche mit ihnenbekannte landsässige Herren, so die von AVolfach, Weilheim, Zimmern,Kenzingen, Zähringen, Buchheim, Regensberg, Tägerfelden und Gurtweil. —Da der Diöcesan, Ulrich von Constanz, noch nicht ordinirt war, vollzog Widovon Chur, der für ihn auch sonst bei solchen Handlungen einzutreten pflegte,im Auftrage des Papstes Paschalis die Weihehandlung; nach derselbenschenkten Bertold und Konrad an St. Peter ihr Gut im Bezirk Gündlingen(BA. Alt-Breisach) und bestätigten von neuem alle früheren Vergabungenihres Hauses vor den Bischöfen und der ganzen Menge der Anwesenden 711 .
713 Vgl. den RSP. Denselben hier auch in Bezug auf Schenkungen der letzteren Artganz auszunutzen, würde zu weit führen, obwohl St. Peter das zähriugische Hausklosterwar; die geringsten Bezüge auf die Stifterfamilie und ihre Ministerialen sind hier verwendet,das Uebrige auch zu chronologischen Zwecken und sonst aushilfsweise herbeigezogenworden. Eine selbständige Durch- und Verarbeitung des BSP., die vor allem mit Hilfe derNamen und der erkennbaren Generationen die Einträge chronologisch zu ordnen hätte,würde für die Familien- und Localgeschichte des ganzen Gebietes und für die wirthschafts-gesehichtliche Kleinmalerei, auch für manche Fragen der Verfassungsgeschichte höchstergiebig sein.
7U Not. im RSP. 156f. predkem qiwddam, quod habebant in pago, qui dicitur Gun-