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Geschichte der Herzöge von Zähringen
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Rudolf und dann am 19. December durch den der Mutter. Nun standen Ber-told und Konrad mit den Schwestern in der Welt allein.

Eine völlige Theilung der Eigengüter hat zunächst zwischen Bertoldund Konrad nicht stattgefunden 708 . Als sie die Mutter in St. Peter zur ewigenRuhebestatteten, schenkten sieim Beisein einer Anzahl schwäbischer Herren ausden Gegenden des zähringischen Grundbesitzes und ihrer eigenen MinisterialenKuno von Blankenberg, Reginhard von Weiler, Berward von Vörstetten, Hein-rich von Owen, Giselbert von Weiler und Anderer am 27. December 1111 ge-meinsam 709 dem Kloster ihr Gut zu Benzhausen (BA. Freiburg, in der Ebenewestlich am Mooswald) und die Schwarzwaldrodung Gottschalksgereute innächster Nähe von St. Peter mit einem ausgedehnten Theil des Waldes selbst,der ihnen zustand und unmittelbar an diese Rodung stiess, zugleich.bestätigtensie ihm die Güter, die ihre väterlichen und mütterlichen Vorfahren einst be-sessen hatten und die an St. Peter gekommen waren, in förmlichem Neu-verzichtnach Alamannenrecht", genehmigten im Voraus die Besitz-Ueber-tragungen seitens ihrer Hintersassen an das Kloster und schenkten diesemnoch den neunten Theil all ihrer Zehnten. Und Bertoldnoch glühend vonfrommem Eifer" fügte bald nach 7l ° jener Schenkung vom 27.December 1111noch Weiteres hinzu: eine neue Rodung, welche östlich an die Klostergebäudeheranreichte und an das Gottschalksgereute stiess. Der Vogt Konrad vonWaldkirch, Erkenbold von Kenzingen und andere Breisgauer waren bei diesemActe gegenwärtig; wohl in dieser Zeit und durch die zähringischen Schen-kungen mit veranlasst schenkte ein anderer Edelherr von Kenzingen, Arnold,sicher ein Verwandter des Obigen, das Dörfchen Rohr bei St. Peter und seinEigengut in dieser Schwarzwaldgegend an das Kloster, in welchem auch erdie Grabstätte für seine Familie wünschte, und gleicher Weise schenkte GrafErlewin von Nimburg seinen beträchtlichen Waldbesitz in der Nähe vonSt. Peter an dieses. So war erst jetzt das Kloster in den Besitz seiner nächsten

708 Darüber Weiteres unten zu Herzog Konrad.

709 BSP. 139 f. (Die Urk. hat natürlich 1112, da mit dem Weihnachtstag das neueJahr begonnen war.) Ebendort sind die Zeugen aufgeführt. Ueber Gottschalksgereute vgl.die Berichtigung Gothein's gegen Baumann Oberrh. Zs. NF. 1 260 Anm. 2:eine einzelneBrennwirthschaft, wie diese im Schwarzwald überall der eigentlichen Colonisation vor-angehen."

710 BSP. 140. His taliter digestis non post miiltim temporis. Die beiden weiterenim Text aufgeführten Waldschenkungen BSP. 141. Gothein S. 260 u. Anm. meint ^Schonam Ende des Jahres 1111" habe St. Peter diesen ganzen Waldbesitz gehabt. Aber diezweite Urk, S. 141 f., ist eben eine nachträgliche zusammenfassende Notita, welche alsDatum etwas willkürlich den Tag der Hauptschenkung (27. Dec. 1111) giebt und im ein-zelnen durch die ihr vorherstehenden nach dem 27.Dec.llllgemachtenAufzeichnungen, aufdenen sie in der Hauptsache natürlich beruht, näher erläutert wird. Die Urk. BSP. 154ff.ist eine als Notitia verfertigte noch wieder spätere und in der Grenzbezeichnung ausführ-lichere Zusammenfassung der obigen Schenkungen.