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Geschichte der Herzöge von Zähringen
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Klerus aufgehalten wurde, von hier aus sandte er auch seine Gesandten an dieStadt Rom und an den Papst Paschalis.

Mit letzterem hatte Heinrich V schon längst versucht einen Ausgleichzu finden. Als Ruthard von Mainz im Jahre 1109 gestorben war, hatte Hein-rich bei dein Nachfolger, seinem bisherigen Canzler Adalbert die Investiturunterlassen; noch kurz vor seiner Romfahrt hatte er diesen selben ihm ganzbesonders vertrauten Mann nebst Bruno von Trier (dem Sprecher der früherenGesandtschaft nach Chälons), Friedrich von Cöln und Anderen zu Paschalisgesandt, um die Romfahrt anzukündigen und einen Ausgleich zu vermitteln;man vermuthet, dass die Vorschläge der Schrift De Investitura den Zu-geständnissen entsprachen, zu denen der König bereit war. Auch Paschalishatte entgegenkommend geantwortet und um so überraschender war es danngewesen, als verlautete, dass er auf der Lateransynode 702 im März 1110 nichtnur den Beschluss von Troyes erneuert, sondern auch weitergehend erklärt hatte:Wenn ein Fürst oder ein sonstiger Laie die Verfügung oder Vergabungs-gewalt über Güter und Besitzungen der Kirchen sich zurechnet, soll er alsHeiligthumschänder angesehen werden. Kleriker aber und Mönche, welchesie aus der Verfügung jener annehmen, sollen der Excommunication verfallen.Es giebt auch solche, welche mittels Gewalt oder Begünstigung einer regel-rechten Besetzung der Kirchen hinderlich sind; auch diese, beschliessen wir,sollen als Heiligthumschänder angesehen werden".

Auf die von Arezzo aus gesandte Botschaft antwortete Paschalis nunwieder versöhnlicher: nach Abschluss eines Vergleichs mit Bevollmächtigtendes Königs sei er bereit die Krönung zu vollziehen. Zugleich ordneten dieRömer ihre Vertreter an Heinrich ab, die Versicherungen der Ergebenheitüberbrachten. Der König sandte dann an Paschalis den Canzler und er-wählten Erzbischof Adalbert nebst vier Grafen, darunter Hermann von Winzen-burg, der schon mit Bertold II und den anderen Gesandten nach Chälons ge-wesen war, und Gottfried von Calw. Ihnen gegenüber hat nun Paschalis, dervergeblich noch auf Normannenhilfe gehofft hatte, den überraschendsten, aberleicht begreiflichen Schritt gethan. Das Investiturrecht des Königs, das zubekämpfen seinLebenszielgeworden war, wollte er umkeinenPreis zugestehen;daneben erblickte er in den reichen weltlichen Gütern ganz mit Recht das-jenige, was die deutschen Bischöfe um den König schaarte und in ihnen ihm,dem Papste selber einen so einmüthigen "Widerstand entgegengestellt hatte;so stellte er sich denn plötzlich ausschliesslich auf den Boden der Weltentsagungder Kirche und erklärte:die Kirchen sollen mit ihren Zehnten und dem ihnenfromm Dargebrachten zufrieden sein; der König möge für sich und seine Nach-folger alle Güter und Regalien, die von Karl und Ludwig, Otto und Heinrich

Vgl. die genauen Rlittheilungen der Chron. reg. Colon. SA. 48.