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Geschichte der Herzöge von Zähringen
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schieht, durch Zögern vorbereiten wollte, dann sagte der Herzog: »Sprich,sprich; ich weiss ja, dass Frohes Traurigem und Trauriges Frohem vorher-geht ; so macht es mir nicht mehr aus, zuerst von Wolken zu hören, da ihnennachher wieder Sonnenschein folgt, als wenn ich zuvor von Sonnenschein unddann von "Wolken vernehmen soll«. Ein erhabenes Wort, fährt Otto vonFreising fort, und würdig eines tapferen Mannes, der die Flüchtigkeit derirdischen Dinge ohne gelehrte Bildung mit natürlichem Verstände auffassteund sich weder in Tagen des Gelingens uneingedenk der unglücklichen über-hob, noch in bösen Tagen der guten vergessend zusammenknickte" 694 .

Bertold's Wittwe, die Herzogin Agnes hat ihren Gemahl nicht langeüberlebt, sie ist am 19. December des Jahres 1111 gestorben und in St. Peterbegraben worden 695 . Mit ihr erlosch das aus dem Blute der burgundischenKönige entstammte rheinfeldische Geschlecht. Sie hat dem Herzog, soviel wir wissen, sieben Kinder geboren, drei Söhne und vier Töchter. Vonersteren werden uns zwei, Bertold III und Konrad, als Herzöge ausführlicherzu beschäftigen haben; der im Alter zwischen beiden stehende, Rudolf, derden Namen seines königlichen Grossvaters trug, derselbe, den sein Vater imFrühling 1109 mit nach St. Peter nahm und der zwei Jahre später an der-selben Stelle mit an des Vaters Sarge stand, ist in seinem jungen Alter nochin dem gleichen Jahre 1111, im Herbst 696 , gestorben und in St. Peter be-graben. Auch von den Töchtern ist keine in den geistlichen Stand getreten.Agnes, nach der Mutter genannt, ward von dem Grafen Wilhelm III vonHochburgund heimgeführt, welcbe Heirath nach dem Aussterben dieses bur-gundischen Hauses für die Zähringer eine höchst folgenreiche Bedeutung er-langen sollte 697 . Petrissa ward die Gattin des Grafen Friedrich von Pfirt und

894 Otto Frising. g. Frid. SA. 20.

695 Den Todestag XIV Tcal. ian. geben der Necrol. von Zwiefalten MGNecr. I 267u. der kl. Necr. von St. Peter a. d. Schwarzw. ibid. 338. An letzteres Kloster hatte sie, wie1. c. erwähnt wird, für ihren Gemahl noch ein dorsale bissinum satis bonum geschenkt.Das Jahr ihres Todes wird nicht überliefert, aber dass sie am 27. Dec. 1111 schon gestorbenwar, geht aus RSP. 142 hervor, wo die Söhne von ihren in St. Peter begrabenen parentessprechen. So giebt denn das Todesjahr 1111 auch der auf den alten Quellen St. Petersberuhende Catalogus S. Petri Freib. Diöc.-Arch. XIV 84 = Genealogia ZaringorumMGSS. XIII 735.

096 Nach ESP. 138 macht Rudolf im April 1111 mit dem hinter ihm genanntenBruder, Konrad, zusammen der älteste Bruder war in Italien eine Schenkung undam 11. Sept. 1111 kommt er noch als zu Klein-Basel anwesend vor, vgl. unten zu Anm. 706;schon seit dem Dec. 1111 aber sind bei den Familienscheukungen nur immer Bertold undKonrad betheiligt und Rudolf s Name ist ganz verschwunden. RSP. 139f., 141 f., 154ff.,156f. u. s. w. Sein Begräbniss in St. Peter erwähnt der Catal. S. Petri 1. c. 85, der auchseinen Tod in adölescentia noch ausdrücklich bestätigt.

697 S. u. bei Herzog Konrad. Die Heirath b. Otto Fris. g. Frid. II c. 48, SA. 124.