Bertold's II Wittwe und Kinder. 221
schenkte (wie es scheint, gegen oder um das Jahr 1130) mit Hand ihres Ge-mahls an St. Peter zu ihrem und aller ihrer Vorfahren Seelenheil ihr geerbtesGut zuWollbach (BA. Lörrach) 698 . Liutgart, nach der nellenburgischenmütterlichen Ahnfrau oder näher nach ihrer Tante, der verwittweten Mark-gräfin vom Nordgau geheissen, heiratheie den jüngsten Sohn und alleinigenErben des Grafen Adalbert von Calw, Gottfried, dem Heinrich V im Jahre1113 die rheinische Pfalzgrafschaft anvertraute. Unter ihrem Heirathsgutbefand sich dieVeste Schauenburg in der Ortenau, über die es später zueinem zähringisch-welfischen Zerwürfniss kam, welches zugleich zeigt, dassLiutgart wahrscheinlich vor ihrem Manne (-J- ca. 1131) starb und sicher 1133schon gestorben war. Ihr Todestag war der 25. März 699 . Die vierte hiess,wie die Tante, die fromme Gemahlin Hermann's I, Judith und heirathete denGrafen Ulrich von Gamertingen. Sie starb an einem 5. August 70 °.
Von den Söhnen Bertold's IE aber hatte der älteste, zu dessen Ge-schichte jetzt fortzuschreiten ist, noch bei des Vaters Lebzeiten die Gelegen-heit an einer hochbedeutsamen Begebenheit Theil zu nehmen.
Ligurinus, 1. V. Der herkömmliche Name Agnes ist heute nicht mehr durch Quellen zubelegen und ist vielleicht überhaupt nur nach dem der Mutter, der sonst bei vier Töchternnicht vertreten wäre, vermuthet worden.
699 BPS. 161 f. Die Zeitbestimmung nach den diese umgebenden Notitien und dendurch sie zu gewinnenden Anhaltspuneten. Darf man aus dem Namen Petrissa schliessen,sie sei dem Herzog Bertold II zur Zeit seiner eifrigsten Devotion für die Kirche und deslebhaftesten Kampfes für die Sache des hl. Petrus geboren worden?
090 Ueber Gottfried und seine Ehe mit Liutgart s. Chr. Fr. Stalin, II 367ff. Ueberdie Schauenburg vgl. den Abschnitt „A.u. B. u . Von den beiden zähringischen Liutgardenim Necr. min. von St. Peter (MGNecr. I 335 u. 336) passt zu ihr besser die comitissa undsoror ducis zum 25.März, als die Liutgard fiiia ducis, ohne Beisatz, zum 9. Aug. Vgl.oben Anm. 357". Erstere schenkte (1. c.) St. Peter eine prächtig mit Gold verzierte Stolaund eine purpurne Casula. — Die Gräfin Liutgard auf'S. 211 der MGNecrol. I ist eineihrer zwei Töchter.
700 Ortlieb de fund. Zwief. mon. MGSS. X 85. Ortlieb, der 1135 schrieb, erwähntfür diese seine Zeit schon eine längst erwachsene Tochter (Berta) von ihr. — Die Reihen-folge der Töchter Bertold's nach dem Alter ist nicht bekannt und soll nicht etwa durch dieAnordnung des Textes ausgedrückt werden. — Judith's Pathin, die Markgräfin, starb 1091,aber erstere könnte auch nur zum Gedächtniss dieser so genannt, braucht also nicht vor1091 geboren zu sein. Vgl. über ihre Heirath noch Chr. Fr. Stalin II 454f. Anm. IhrTodestag im Necrol. Zwiefalt. MGNecr. I 257; das Necrol. Ottenburan. ibid. 111 hat eineJudinta comitissa zum 2. August.