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Geschichte der Herzöge von Zähringen
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208
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208 1106.

auch eine leise Kundgebung liegen: er sei nicht ausschliesslich der Mann desPapstes der seine Vollmachten und Aufträge auch an andere hohe Geist-liche auszutheilen begonnen hatte.

Die Gesandtschaft verunglückte. Als alle zu ihr Abgeordneten mitAusnahme Gebhard's ihrer Verabredung nach zu Anfang Februar inTrient zusammengekommen waren, fing sie dort im Bunde mit den BürgernTrients ein junger kaisertreuer Graf Adalbert und kerkerte sie ein, nurOtto von Bamberg behandelte Adalbert gelinde, da er von diesem Lehentrug. Zwar ward den Gefangenen, deren Schicksal von des Kaisers Spruchabhängig gemacht werden sollte, Hilfe durch Herzog Weif V, der sie nachErstürmung der Klausen befreite und die Widersacher zur Busse zwang, aberimmerhin war den geistlichen Herren die Sache verleidet worden, nur Ottovon Bamberg setzte die Reise fort und gelangte zum Papste. Bei diesemwar unterdess auch Gebhard angekommen. Ob er nun sich ursprünglich fürdas verabredete Zusammentreffen verspätet hatte oder überhaupt nicht denUmweg über Trient hatte machen wollen, vielleicht absichtlich für sich blieb,er war mit den Seinen auf anderen Alpenwegen nach Italien gezogen underschien unter dem Schutze der grossen Gräfin Mathilde, mit der er am10. März zu Guastalla war 009 , bei Paschalis. Höchst wahrscheinlich war erauch anwesend, als am 13. Mai zu Anagni Otto von Bamberg die ersehnteWeihe von des Papstes eigener Hand erhielt G7 °.

Natürlich besprach Gebhard mit dein Papste die deutschen Vorgängeund die der Gesandtschaft aufgetragenen Puncte. So erging denn schon am31. März 1106 aus der päpstlichen Canzlei an Ruthard und die Bischöfe derMainzer Provinz die Einladung zu einer am 15. October in Italien zu eröff-nenden Synode. An König Heinrich V selbst C7 ! gab Paschalis das Versprechennach Deutschland zu kommen was ja die bischöfliche Gesandtschaft haupt-sächlich hatte betreiben sollen, schob aber die Reise hinaus. Gebhard ist,da aus dem Sommer 1106 keine Handlungen von ihm in Deutschland vorliegen,sicher sogleich bis zu dem ausgeschriebenen Concil, das am 21. October 672zu Guastalla am Po eröffnet wurde, in Italien geblieben. Ausser ihm nahmenan dem lombardischen Concil von deutschen Prälaten die Bischöfe von Augs-

809 Alsapostolischer Legat und Constanzer Bischof unterzeichnet Gebhard einean diesem Tage und Orte ausgestellte Urk. Mathilden's für Kl. St. Pierremont in der MetzerDiöcese. Const. Reg. 663.

870 Vgl. Otto's von Freude und Genugthuung strahlendes Schreiben an sein Bam-berger Domcapitel Jaffe V 247 f: eeteris vera episcopis plurimis coopcranübus.

871 Gewiss mit Recht vertheilt Henking S. 91 den durch Petrus diaconus MGSS.VII 779 mitgetheilten Briefauszug auf verschiedene Schreiben und hebt so die Schwierig-keiten der Datirung.

8,2 Const. Reg. 635 hat 22. Oct. Aus Ekkeh. Uraug. 240 geht die Eröffnung am21. Oct. hervor.