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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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206
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206 1105. 1106.

gegen die Kirche. Vergebens bat Heinrich sich in Gegenwart der Fürstenvertheidigen zu dürfen; die Legaten bestanden auf dem sofortigen Bekennt-niss. So gab er es. Und sie erklärten dann, wie Ekkehard von Aura be-richtet, sie könnten ihm die Communion oder das Mass der Busse ohne denBeschluss einer allgemeinen Synode und apostolischen Entscheid nicht be-willigen. Wie es nach derPetershausener Chronik und auch Heinrich's eigenenBriefen scheint, hatte der Kaiser zu Gebhard von Constanz noch etwas mehrVertrauen als zu dem römischen Cardinal; vor jenem warf er sich als vor demVertreter des Papstes noch einmal zu Boden. Aber Gebhard blieb bei derVerweigerung der Absolution,weil er fürchtete, dass, wenn er ihn etwa los-gesprochen hätte, das Reich wieder an ihn übergeben könnte und nachher einschlimmerer Fehler entstände, denn zuvor" C68 .

Der König und die Legaten, die nun Heinrich IV in Ingelheim zurück-liessen und nach Mainz zurückeilten, hatten durchgeführt und erlangt, was sienur irgend hatten planen und hoffen können. Der Reichs Versammlung blieb nachderAbdankung" des Kaisers wenig mehr zu beschliessen; sie erkannte durcheinen erneuten Wahlact den König noch einmal feierlich an. Am 5. Januar1106 langten auch die Reichsinsignien an, die Ruthard dem Könige übergab.Die unpassenden Worte, die der Erzbischof dieser Handlung hinzufügte 6 " 4 ,zeigen deutlich, wie sicher auch er sich in der Ueberhebung über diesen bisherso demüthigen König fühlte. Die Legaten weihten dann Heinrich V durchHandauflegung und die versammelten Fürsten leisteten ihm durch Eidschwurein neues Gelübde der Treue.

Auf das Eifrigste betrieben unterdessen die Legaten die Sache Romsund führten den einmüthigen Beschluss der Versammlung herbei, die Lage derKirche zu bessern. Und zwar beschlossen der König und die Fürsten 885 zumPapste eine Gesandtschaft von so vielen und solchen Männern zu entsenden,welche über die Beschuldigungen richtig Rechenschaft ablegen, das Unsichereklug behandeln und in Allem für das Wohl der Kirche weise sorgen könnten.Dazu wurden auserwählt als weisheitsvoll und ausgezeichnet durch Stellung,Geburt und Feinheit oder Reichthum, keiner Verehrung nach kirchlicher oderweltlicher Seite hin unwürdig: von Lothringen Bruno von Trier, von SachsenHeinrich von Magdeburg, von Franken Otto von Bamberg, von Baiern Eber-hard von Eichstädt, von Alamannien Gebhard von Constanz, von BurgundWido von Chur 666 , dazu einige hochgestellte Laien von Seiten des Königs;

663 Cas. mon. Petrishus. S. 657 (mit dem Irrthum, die Zusammenkunft habe in Mainzselbst stattgefunden).

664 Ann. Hildesh. 110 Ha dicens:si non imtus regni gubernator extitisset et accclc-siarum Dei defensator, ut ei sicut patri evenisset".

886 Nach den "Worten Ekkehard's Uraug. 233.

666 Die Vertretung Burgunds durch Chur (in Rhätien) war ein Nothbehelf, da aus