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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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auf dieflammende Leuchte", Bischof Gebhard hin, an dem sie festhaltenund den sie mit allen Kräften unterstützen sollten; der zweite wandte sich andie Herzöge Weif (V), seinen Bruder Heinrich, an Bertold und seinen NeffenHermann und an die übrigen Fürsten Schwabens. Der Eingang des Briefeszeigt, dass es den Papst Ueberlegung gekostet hatte, sich noch einmal un-mittelbar an die ungetreuen Söhne der Kirche, die mit dem Kaiser ihrenFrieden gemacht hatten, zu wenden, und enthüllt damit, weshalb in dem8 Tage vorher ausgefertigten Schreiben noch keine Namen in der Adressegenannt worden waren.Obgleich ihr, hinter dem Bücken des Satans steckend,schon lange eures Heiles uneingedenk seid, können doch wir, durch schuldigePflicht und Vollmacht des apostolischen Stuhles veranlasst, derselben nichtvergessen. Daher hielten wir es für angemessen, mit diesem Briefe euch zueuch selber zurückzuführen und vom Todesschlaf zu erwecken, wenn ihr. gleichkörperlich fern seid. Gottes Geduld erwartet euch zur Reue, ihr aber häufetZorn auf für den Tag des Zornes. Seit lange schon habt ihr euch von denGliedern der katholischen Kirche getrennt und euch an das falsche Haupt

gehängt ........Die wir euch als Vertheidiger, als Liebende der Kirche

gekannt haben........, mit Freuden nimmt sie euch wieder auf und wird

euch wieder in die Zahl ihrer Söhne einreihen. Dir habt ja in eurer Nähe dasGlied des höchsten Hauptes und das Auge der Kirche, unseren Bruder Geb-hard den Bischof von Constanz, der euch über euer Heil zum mehreren unter-richten, aus der Finsterniss zum Licht zurückführen können wird; wer dessenStimme hört, möge glauben Jenen zu hören, der da sagt: »Wer euch höret,der höret mich und wer euch verachtet, der verachtet mich«. Zu ihm alsowendet euch wie zu einem Vater zurück, seinen Geboten gehorcht in allemgleich als wie denen des hl. Petrus und den unseren. Wenn ihr das thunwerdet, werdet ihr von der Fessel des Fluches befreit sein. Ferner 648 wisset,dass der Eindringling der Constanzer Kirche, Arnold, aus >der römischenKirche excommunicirt und von der Gemeinschaft der katholischen Kirche alsein faules Glied abgeschnitten ist; diesen wie ein tödtliches Gift fliehet in allemund meidet auf jegliche Weise".

Herzog Bertold und die übrigen Fürsten Hessen sich auch durch dieseeindrucksvolle Mahnung zu nichts bewegen. Arnold blieb zunächst im Besitzevon Constanz und wandte sich auch das Kloster Petershausen zu, wo eineAnzahl der Mönche alsbald für ihn Parthei ergriffen hatte, während die Geb-hard Treuen mit dem Abt Dietrich auszogen 649 . Der vertriebene zähringischeBischof fand unterdessen in der Diöcese, insbesondere in St. Blasien Aufnahme;hier und da konnte er auch eine Amtshandlung vollziehen. Er weihte während

048 Diesen Schluss hat in wörtlicher Uebereinstimmung auch der eben erwähnteBrief an die Hirsauer und die anderen schwäbischen Klöster.M0 S. das Weitere b. HenMng S. 70 f.