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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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194
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194 1100^1102.

Hermann H anwesend, als Graf Burkard von Neuenbürg auf einer grossenVersammlung zuEschingen" (wohl Biedeschingen BA. Donaueschingen) andie Stiftung seines Hauses, das Kloster Allerheiligen zu Schaff hausen nocheinmal das Gut Hemmenthai (Cant. Schaffhausen) mit dem Randenwaldschenkte 638 . Leider bleibt uns verborgen, womit diese grosse Versammlung,an der u. A.die Grafen von Stoffeln und Märstetten, die Vogte von Reichenauund Constanz, die Herren von Mammern, Thanegg und andere Edle, welchewiederholt mit dem Herzog zusammentrafen, theilnahmen, sich sonst beschäf-tigt haben mag, da sie schwerlich nur wegen des feierlichen Vollzugs jenerallmählich nicht mehr interessanten Schenkung zusammengekommen war.Weiter war Herzog Bertold nebst dem Grafen Bertold von Nimburg undAnderen, Unbenannten zugegen, als im Jahre 1100 an unbekanntem Orte dieBrüder Arnold, Heinrich und Erkinbold von Wart (im jetzigen Ct. Zürich)zu Gunsten des Klosters St. Blasien auf alles Eigenthumsrecht an der KirchezuWeitenau oder Wittnau verzichteten 087 .

Es wäre für die tiefere Kenntniss der Geschichte Bertold's II vonhöchster Wichtigkeit, gerade in der Zeit nach dem Ausgleich, in den erstenJahren des 12. Jahrhunderts ihn sich etwas näher rücken, seine Gedanken undihre Entwicklung erfahren zu können. Das wenigstens, dass er den hirsaui-schen Vereinigungen bald nicht mehr mit der alten freundschaftlichen Er-gebenheit gegenüberstand, zeigt eine uns überlieferte Spannung gerade mitdem Kloster Allerheiligen, in dessen eine empfangene Urkunde er sich ja so-eben noch als Zeuge hatte eintragen lassen. Mehr als 50 Jahre, so erzähltdie Aufzeichnung, eine neue, sehr redselige aus dem Archiv dieses Klosters 633 ,war der 1050 zwischen Bertold's Vater als Vogt vom Bamberg und demStifter Allerheiligens abgeschlossene Gütertausch in Kraft geblieben, bisBertold II auf schlechten Zuspruch einiger der Seinen die Handlung seinesVaters zu Nichte zu machen unternahm. Sein Bruder Gebhard erfuhr davonund mahnte ihn zuerst durch freundlichen Zuspruch, danu durch Drohungenab: wies hin auf den Frevel vor Gott und das Verbrechen nach menschlichem

630 QzSchwGesch. III, 1, 58 f. Vgl. über die Vergangenheit dieser Schenkung, beider Bertold und Hermann schon früher betheiligt waren, oben S. 158.

087 ZüUB. 1 135.Eher Wittnau im Ct. Aargau .... als Wittnau oder Weitenauim Badischen". Anm. P. Schweizers, der in dem aargauischen Wittnau noch für vielspäter Wart'sche Rechte nachweist. Andererseits war die Stiftung Weitenau im südlichenSchwarzwald thatsächlich von St. Blasien abhängig und es liegen dort Herren von Wartbegraben. So ist es doch wohl'die dortige Kirche. Wollte doch einmal Jemand gleich-namige Orte im Umkreis Alamanniens auf ihre etwaigen engeren Beziehungen untersuchen!Auch bei den vielen gleichnamigen Orten einerseits in den Albgegenden, andererseits amSchWarzwald oder z. B. im Breisgau drängen sich mehrfach verknüpfende Ahnungen auf. Esliegen ja in der That genug beglaubigte Beispiele absichtlicher Namensübertragungen vor.

638 QzSchwGesch. III 1, 65 f. Vgl. dazu unten S. 250.