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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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Thätigkeit (lebhard's und Bertold's. 193

unter seinem Rath und seiner Bestätigung durch Abt Uto von St. BlasienStatuten erhielt, die vom 31. December 1099 datirt sind 633 . Im Jahre 1101war er ferner thätig 63 * bei der Umwandlung des seit ungefähr 1030 bestehen-den, aber zu keinem rechten Gedeihen gelangten Frauenklosters zu Donau-wörth, wohiu nunmehr zur Umwandlung mit Erlaubniss des Papstes 6 Möncheund 6 Conversen aus St. Blasien überführt wurden, von denen Gebhard deneinen Mönch, Dietrich, zum Abt und zwar in seiner Stellung als apostolischerVertreter weihte, wie ausdrücklich hinzuberichtet wird, da Donauwörth inder Augsburger Diöcese lag. Der Aufenthalt Thiemo's von Salzburg imConstanzischen nahm in demselben Jahre sein Ende; der Erzbischof undebenso Ulrich von Passau schlössen sich dem älteren Herzog Weif am der am1. April 1101 nach dem heiligen Lande aufbrach, aus welchem gewaltige,mächtig anfeuernde Nachrichten, von der Eroberung Jerusalems und derErrichtung christlicher Staaten, gekommen waren. Wie es bekannt ist, gingder alte Egoist, den nun auch der Herzenszug der Zeit noch gepackt hatte,einem recht ruhmlosen Geschick entgegen: er entrann kümmerlich dem Ge-metzel, in welchem die Seldschucken südöstlich von Ankyra die Seinigen nebstden übrigen Deutschen und den Aquitaniern vernichteten und gelangte nachAntiochia, wo ihn Tancred aufnahm, aber die Fahrt nach Jerusalem mussteer aufgeben und als er im Begriffe stand heimzukehren, ereilte ihn auf Cypernder Tod.

Die Zähringer waren trotz alles kirchlichen Eifers keine Kreuzfahrer,keiner aus der herzoglichen Linie des G eschlechtes hat eine Fahrt ins Morgen-land gethan. Bertold II blieb ruhig zu Hause in Schwaben, als Weif mit denbefreundeten geistlichen Herren aufbrach. Im Jahre 1099 oder 1100° 35 findenwir ihn einmal zu Rottweil, wo vor ihm und mehrerenFürsten des Reiches",d. h. den Grafen von Sulz, Calw, Altshausen, und vielen Anderen ich hebedie Herren von Toggenburg, Sulz, Seedorf, Thanegg, Zimmern undWolfachhervor Adalbert von Zollern an das Kloster Alpirsbach, dessen Mitstifterer war, zu seinen früheren Schenkungen an dasselbe noch allen Besitz fügte, dener in Füezen (bad. BA. Bonndorf), Geroldsdorf oder wie es jetzt heisst Göls-dorf (OA. Rottweil) und Sulz hatte, mit Ausnahme des dortigen Eigenbesitzesseiner Ministerialen. Hier atntirt also der Herzog als Graf auf der RottweilerDingstätte. Ferner war er am 27. Februar 1100 mit seinem Neffen Markgraf

685 WUB. I 321 f. (Versehentlich zum 31. Dec. 1100.)

634 Gerbert I 412. Neug. Ep. I 492f. Hcnking (zu 1100) S. 66. J.-L. 7719. Const.Reg. 595.

635 WUB. I 316. Die Urk. P. Paschalis' II von 1101 Apr. 12 (ibid. 327ff.) bestätigtschon die zu Rottweil gemachte Schenkung mit, daher und nach dem Datum WUB. I S. 316muss letztere in die Jahre 1099/1100 fallen. Vgl. auch WUB. I 363f. und Schmid, Hohen-zollern II 66 f.

Heyok. 13