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Geschichte der Herzöge von Zähringen
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191
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Gebhard vereinsamt. 191

Gebhard von Oonstanz hatte festgehalten an seinem Papste und anseinen Zielen. Aber das "Waffenstrecken, das seinem Bruder, dem Herzog,näher gerückt war und schliesslich geschah, war ein starker Schlag für ihnund seine ganze Stellung: er blieb natürlich der päpstliche Stellvertreter fürDeutschland, aber zu irgend welchen politischen Unternehmungen, selbst aufdem kleineren Gebiete in Schwaben, fehlte ihm, seit er des Armes seinerMannen", Welfs und Bertold's, verlustig gegangen war, die Möglichkeit.Am Beginn des Jahres 1096 62S kam zu Urban II der Bischof Einhard vonWürzburg und trat in Reue von der Parthei der Schismatiker zum hl. Petrusüber: ihn wies Urban an, auch die Verzeihung der päpstlichen Legaten inDeutschland (der Bischöfe von Constanz und derzeit des Abts von Göttweih)einzuholen. Das war für Gebhard ein freudiger Triumph; aber es blieb dereinzige; kleine Diöcesanangelegenheiten sind dasjenige, was aus diesem undden nächsten Jahren sonst von ihm berichtet wird. Durch Breve vom 7. Au-gust 1096 beauftragte Urban den Bischof, da Mönche von Schaffhausen undvonRaitenbuch über die Auslieferung eines Conventualen aus ersterem Klosterstritten, die letzteren durch kirchliche Zwangsmittel zum Nachgeben zubringen. "Wenn dem schon erwähnten Manuscript 621 Glauben zu schenkenist, wogegen eigentlich kein besonderer Grund vorliegt, so fällt in das Jahr 1096auch die Weihe der Klöster Isny, "Wagenhausen (das oben in der Tuto-angelegenheit vorkam) und Grafenhausen. In den October 1097 fällt sodanndie Weihe von Kloster Mehrerau bei Bregenz, dessen Platz von Gebhardselber, sowie von Dietrich von Petershausen, Abt Meinrad und dem Stifter,Graf Ulrich von Bregenz ausgewählt worden war, als letzterer die Zelle Andels-buch verlegen wollte. Da, während man zu Mehrerau baute, Graf Ulrichselber starb, wartete man mit seiner Bestattung, bis die Weihe der Kloster-kirche durch Gebhard hatte vollzogen werden können und am 27. October 1097konnte dann sein Begräbniss an dem nunmehr geweihten Orte stattfinden 623 .Am 2. September 626 1098 weihte Gebhard sodann die Pancratiuskirche in demhoch über dem wilden Schlüchtthal im Schwarzwald schön gelegenen Berau,das als Nonnenkloster zu St. Blasien gehörte; er hatte vorher das berühmteAlbthalkloster selber besucht und war mit den St. Blasianern zu der Feiernach dem nahen Berau hinübergezogen. Im nächsten Sommer führte denBischof abermals eine Diöcesanangelegenheit den Rhein hinab: das Kloster

685 Bernold 464. Von Henking nicht verwendet. Dass der Abt Hartmann von Gött-weih als Nachfolger des Passauers Gebhard für die päpstliche Legation beigegeben wurde,erwähnt die V. Altmanni MGSS. XII 241. Darauf, dass es in der That 1096 schon etwasGeschehenes war, deutet das a legatis papae in Teutonicis partibus, das auch Bernold1. c. hat.

624 Das Zell benutzt hat. Vgl. oben Anm. 519.

025 Vgl. zu dem Ganzen die von Ladewig, Const. Reg. 585 aufgeführten Quellen.

626 Ladewig, Reg. 586, Henking's Datum berichtigend und ihn ergänzend.