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Geschichte der Herzöge von Zähringen
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184
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184 1096—1098.

verschlossen sich dem Gedanken eines Partheiwechsels noch, bis dann am An-fang des Jahres 1098 6W auch ihre Aussöhnung mit dem Kaiser durch denVater herbeigeführt und dabei dem älteren Sohne die Nachfolge in Baiernzugesagt wurde.

Schwerlich sind vor diesem Abfall auch der Söhne Weif s von derParthei des hl. Petrus irgend welche ganz bestimmten Friedensgedanken andie Zähringer herangetreten. Immerhin scheint eine Annäherung schon darinzu liegen, wenn Bertold, der Vogt von Kloster Gengenbach (das zu den bam-bergischen Besitzungen in Schwaben gehörte, für die schon sein Vater dieVogtei hatte) 1096 die Zurückführung des schon im Jahre 1089 erwählten,aber ausgetriebenen Abtes Hugo zuliess. Er verfügte damals über den Ort„mit Gewalt", sagt der Berichterstatter 605 , der wie das Stift Bamberg selbstauf Seite des Kaisers steht. Also geordnet waren die Verhältnisse im Jahre1096 noch nicht. Am 1. Dec. 1097 fand dann ein Fürstentag zum Zweck desFriedens zu Mainz statt 606 und zu Weihnachten ging der Kaiser den Rheinbis Strassburg hinauf. Ein Schreiben 607 , das der Kaiser höchst wahrschein-lich am Anfang 1098 erliess, spricht nur von „der Sache Herzog Welfs undseiner Söhne", die noch abgeschlossen werden solle, zugleich von erwartetensächsischen Gesandten, nicht dagegen von den Schwaben und Herzog Bertold.Das könnte ja bedeuten, dass er sich mit diesen schon abgefunden hatte,wahrscheinlicher ist aber, dass sie vorläufig noch aus dem Spiele gelassenwurden. Jedenfalls aber hat auch Bertold II in dieser Zeit das Abkommenmit Heinrich IV und mit Friedrich dem Staufer getroffen, das den grossenJahrzehnte währenden Kampf des Zähringerhauses gegen die Krone beigelegthat; ohne viel Aufhebens 608 ist es geschehen, denn die uns bekannten zeit-genössischen Schriftsteller beider Partheien haben gänzlich unterlassen davonzu erzählen, erst Otto von Freising 609 und die Chronik von Petershausengeben von dem geschlossenen Vertrage Kunde, dessen Einzelheiten nur durchBückschlüsse z. Th. noch vervollständigt werden können.

Otto berichtet, Friedrich I von Staufen sei es gewesen, der Bertold ge-zwungen habe, den Frieden zu ersehnen 610 . Das ist wohl glaublich, besonders

004 Vgl. Giesebrecht 680 u. 1180 und auch Kilian 122.606 Ann. Gengenbac. MGSS. V 390.

606 Ann.Rosenveld.MGSS. XVI 102: de institucnda pace und Ekkehard Uraug. 209.

607 Jaffe V 176. Vgl. Giesebrecht 1. c.

808 Das spricht dafür, dass es keinen grossen Erfolg des Kaisers mehr darstellte, solange er noch andere Feinde hatte, sondern mehr zusätzlich und nachträglich, also wohl1098, geschah.

00 ° g. Frid. c. 8 f. (SS. XX 357 f. SA. 20). Otto erwähnt hier seine — anscheinendmündlichen — Quellen: quidam ..... tradunt und ab antiguioribus de ipso dicitur.

610 Er setzt hinzu: quod tarnen quidam sub ßio suo Friderico factum tradunt. Alsodanach erst 1105 oder später, so dass Bertold überhaupt mit Heinrich IV nicht mehr