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zu Aseheira am 21. Februar 1094 eine Zusammenkunft. Leider wissen wirauch hier über Theilnelnner und vorliegende Handlungen nur das folgende 585 :das Kloster St. Georgen hatte am vorhergehenden 25. Januar zu "VVyhlen imBreisgau (nahe am Rhein oberhalb Basel) dem Ritter Bertold von Almut ausdem Schlüchtthale ein Gut zu Aulfingen (BA. Engen) zu Eigenthum tradirenlassen. Herzog Bertold hat der Handlung wohl nicht beigewohnt, er müsstesonst im Winter seit dem 17. Januar von Rottweil zum 25. Januar an denRheinwinkel geeilt und dann wieder in die Baar zurückgereist sein; aberin seine Hand vertraute der Ritter von Almut den Tauschgegenstand fürSt. Georgen, nämlich Besitzungen zu Blansingen und Kleinkems (beide BA.Lörrach, am Isteiner Klotz), deren Uebergabe an den Vogt von St. Georgendann Herzog Bertold — der hier nur Treuhänder 586 ist — an dem genanntenTage zu Aseheim über den Reliquien des hl. Georg, die das Kloster dazuhinabgesandt hatte, vollzog: „in Anwesenheit sehr Vieler, denn es wurde dortzu jener Zeit eine ungeheuer besuchte Versammlung und Besprechung ab-gehalten." Das Jahr begann schon als eines der regsten Thätigkeit derschwäbischen Kirchenparthei.
Am 25. September 1094, wie hier anschliessend vorweg erzählt sei,ward der soeben wieder erwähnte Vogt St. Georgens, Hermann, von Reiche-nauer Ministerialen beim Kirchgang erschlagen. Da hat denn das Klosterin der Folge Einen derer zum Vogt angenommen, mit denen -es schon viel-fältige Beziehung hatte und deren Fürsorge und mächtigen Schutz esmehrfach erprobt hatte, einen der Zähringer selbst. Freilich Bertold IIbekleidete (am 7. December 1094) dies neue Amt wohl noch nicht, dennnur „in seiner Gegenwart" und der zweier seiner Ritter, Kuno von Sulzund Lampert, tradirte an jenem Tage der Ritter Eberhard von Kiengendas ihm zu diesem Zweck von dem Aasener Freien Hermann aufgetrageneGütchen zu Stockburg an St. Georgen 587 .
r,R6 Not. fund. S.Georgi 213f. Bert. v. Almut wird als miles bezeichnet. Ein vonAlmut mit demselben Vornamen ist 1150 (Neug. CD. II 82) freien Standes und steht auchin der Urk. H. Bertold's IV von 1177 (s. u.) unter freien Herren. Das passt zu dem Ergeb-niss Roth's von Schreckenstein, Ueber d. Not. fund. S.Gco. a. d.Schwarzw., Oberrh.Zs. XXXVII 374: „das Wort mücs bezeichnet in der Notitia nicht sowohl den Geburts-als den Berufsstand". — Eine weitere Beobachtung von ihm (S. 376): „Freilich schliesstdie Verschiedenheit der Wohnorte nicht aus, dass die Betreffenden Brüder seinkönnten, denn um feste Familiennamen wird es sich noch nicht handeln, wiedeutlich ersichtlich ist, wenn" u. s. w. wird durch die Familienverhältnisse der zähringi-schen Ministerialen (s. d. Abschh. über diese) selbst noch für das 12. Jahrhundert bestätigt.
680 in fi/lem et manum ducis Bertholdi .... rogans cum sub obtestatione fidei u. s. w.
587 Not. fund. S.Geo. 218. Des Hrsg.'s Lesung Gouro verbessert Roth von Schrecken-stein 1. c. 369 nach der Hs. in Gouno. — Hermann's Ermorduug und Beisetzung in St.Georgen erzählt Bernold 460, vgl. auch Roth von Schreckenstein 1. c. 367, Anm. 2. — Zuder Schenkung vom 7. Dec. selbst vgl. Anm. 583. Die Vita Theogeri spricht freilich, als ob