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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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130 1083. 1084.

später der sich bildenden Besitz-Grafschaft den Namen lieh. Diese alle 45 °mit den Ihren kämpften gegen St. Gallen; oh sie sich hahen bereit findenlassen, auch für Ansprüche Bertold's auf die Thurgau-Grafschaft zu kämpfen,bleibt dagegen eine offene Frage.

Bei den Ereignissen von 1083 scheint Bertold II seine Parthei imThargau nur in der berichteten Weise unterstützt zu haben, selber dagegenfern wohl im Breisgau geblieben zu sein. Abt Ulrich 451 ging nachWiedereinnahme der Thurbefestigung gegen die Toggenburger vor, ver-brannte ihre Stammburg und kam mit ihnen, anderen Thurgauern 452 und denReichenauern am Sitter Übergänge bei Kräzern zum Kampfe, aus demer, trotz der Uebermacht, mit Ehren nach St. Gallen zurückgelangte. Imnächsten Jahre 45S sammelte die päpstliche Parthei in Schwaben ihre Kräftezu einem besonderen Stoss gegen St. Gallen, an dem nur Weif nicht theil-nehmen konnte (da er zu dieser Zeit Augsburg einnahm, um dort einenGegenbischof einzusetzen, bis zum August sich in den Lechgegenden gegenFriedrich von Staufen und den im Juni aus Italien zurückgekehrten KönigHeinrich behauptete und dann wohl nach Burgund ging, wie erzählt werdenwird); zuerst nämlich brach Burkard von Neuenbürg mit Sengen und Plünderngegen St. Gallen vor; dann rückten zwei starke Gewalthaufen ein, die Mark-graf Bertold und der Reichenauer Abt zusammen gebracht hatten 454 ; dereine, bei dem Bertold war, wenn er überhaupt persönlich theilnahm, ver-wüstete allen Besitz, den nicht nur St. Gallen, sondern auch das Bisthum Con-stanz zwischen Bregenz und Constanz hatte 455 ; der andere offenbar vondem ersteren abgezweigte Haufe unter Führung eines Bitters Adilgozo,vielleicht von Märstetten 456 , richtete sich mehr nach Süden, durchzog rechtnahe au St. Gallen vorbei dessen Gebiete von Waldkirch, Büren, Gossauund Herisau und drang bis an die Urnäsch, den Zufluss deT Sitter, vor, allesdurch Brand und Plünderung geradezu austilgend und auf den Alpen deshöheren Gebirges, die dem Kriegsvolk auch nicht entgingen, selbst das Vieh,das man nicht mehr fortfuhren mochte, nebst den Ställen und Hütten kläglich

460 Den Vogt Lutold ibid. S. 50, der zu sehr im Unklaren verbleibt, lasse ich hier,zumal für 108:5, aus dem Spiel.

461 Dies summarisch nach Cont. cas. S. 69f., vgl. auch S. 128f.454 comprovinciales.

463 Dass das Folgende im Thurgau 1084, nicht 1085 geschah, setzt Meyer von KnonauS. 70 f. und ergänzend Henking. S. 16 f. auseinander. Der Zusatz 1084Ende" bei LadewigConst. Reg. 515 ist ganz unbegründet.

464 Gallus Oehem S. 122 sagt nicht, dass Bertold selbst mit bei dem Heer-zuge war, wie man sonst aus der Cont. casuum S. 71 f. ohne Weiteres zu lesen glaubenwürde.

466 Am Südufer des See's, macht M. v. Kn. S. 71 Anm. 193 wahrscheinlich469 ibid. 72 Anm. 194.