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gewählt würden, sich in Treue unterwerfen würden, und betonten dabei ganzbesonders den Wunsch, die Einigkeit des Reiches wiederhergestellt zu sehen;im Juni zogen sie dann in grösserem Heereszug nach Ostfranken, wo sie mitden Schwaben nahe bei Bamberg zusammentrafen 420 . Aber es sollte so baldnoch zu keiner Einigung kommen, erst gegen den Laurentiustag 427 (10. Aug.)konnte der Wahltag zu Ochsenfurt am Main gehalten werden; dort über-gingen die anwesenden Pursten 423 , unter denen die Schwaben das Ueber-gewicht hatten 429 , Otto von Nordheim — der sich später über die Wahl einesAnderen so ungehalten zeigte 429i , dass anzunehmen ist, er, der Sieger vonMölsen, habe sich selber mit Aussichten auf die Krone getragen —, erhobenaber auch nicht Weif, sondern einen Mann, gegen den ein lebhafter einseitigerWiderspruch nicht so sehr zu erwarten war: Hermann, den Bruder des GrafenKonrad von Luxemburg. Den Neugewählten, der sich vor Otto von Nord-heim nicht nach Sachsen getraute, führte dann Weif nach der Wahl in derRichtung auf Schwaben davon.
Weif ist der einzige Fürst, dessen Anwesenheit in Ochsenfurt ausdrück-lich genannt wird 43 ° und in ihm ist — ob nun mit ihm der junge Zähringererschienen war 431 oder nicht — die bei der Wahl massgebendste Persönlich-keit zu erblicken. Durch die Haltung, die er einnahm, hatte er sich frei er-halten und doch in der That am sorglichsten die Absicht des Papstes wahr-genommen, der in einem im Frühjahr zugleich an den päpstlichen StellvertreterAltmann von Passau und an Wilhelm von Hirsau gesandten Briefe 4B2 betonthatte, er wünsche Weif ganz in den Schooss des h. Petrus zu betten und ihnzu dessen Dienst ganz insonderheit zu berufen, und der ausser dieser Eröff-nung zugleich die Formel des von dem neu zu wählenden Könige zu leisten-den Eides mitgesandt hatte, der völligen Gehorsam gegen den Papst versprachund mit den Worten schloss: fideliter per manus mens miles saneti Pelri et
426 Bruno ibid.
427 Bernold 437.
428 Das Chron. Petrishus. S. 647 lässt die proceres Saxomim et Soevorum wählen undzwar zu Ochsenfurt; ebenso Ann. Yburg. MGSS. XVI 437: a Svevis et a Saxonibus.(Ann. Patherbr. 98.) — Bernold erwähnt als Wählende: Erzbischöfe, Bischöfe, Herzöge,Markgrafen und Grafen.
429 Marianus MGSS. V 562 nennt nur die Sveiü bei der "Wahl, die er in den Herbstsetzt; auch die Cont. casuum S.Galli S. 67 nur die Alamanni; die Ann. Aug. S. 130 lassen„Weif und andere Gegner des Königs" die Wahl vornehmen und sprechen von dem „vonden Schwaben eingesetzten Könige".
4 - 9a Er verhandelte sogar mit der Parthei Heinrich's und hielt auch seinen grossenAnhang in Schwanken. Bruno c. 131 SA. 101.490 Durch die Ann. August. S. 130.
431 Wie es etwa in der marchiones des Bernold (s. Anm. 428) liegen könnte.482 Jaffe II 473 ff. Erwartete Gregor etwa die Wahl Weif s?