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Geschichte der Herzöge von Zähringen
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120 1079.

Seiten verlustreicher Feldschlacht; mitten während des Kampfes griff uner-wartetgekommen auchder allerfesteste Graf Kuno"- 897 ein, wieGallusOehemerzählt undrannte die Rudolfischen an, dass sie schändlich die Flucht gaben."Es scheint sich nicht mehr auf diesen Schlachttag selbst zu beziehen, wennOehem fortfährt:Aus diesem Hass und Feindschaft" (der allgemeinen Par-theiung in Kirche und Reich)ward Graf Wezil von Bürglen von MarkgrafBerchtolden von Zähringen erstochen" und es ist auch nur eine, freilich an-sprechende Vermuthung, die man aufgestellt hat, dieser Werner oder Wetzelvon Bürgein, dessen Stammsitz südöstlich von Weinfelden an der Thur lag,sei von Heinrich IV damals mit der Grafschaft im Thurgau betraut gewesen S98 .Der für Bertold im allgemeinen nicht günstige Ausgang des Thurgaufeld-zuges wird auch durch die kurzen Worte, die demselben der Fortsetzer derSt. Galler Hauschronik widmet 399 , bestätigt: Ulrich III, sich seiner AbteiReichenau bemächtigend, habe den ihm Schwierigkeiten bereitenden Bertoldauf langer Strecke verfolgt.

Aber mit leichterer Anstrengung und empfindlich genug wusste Bertoldden Eppensteiner und sein Kloster an anderer Stelle zu treffen 400 . Seinnächster Feldzug war auf einen Einmarsch in den Breisgau gerichtet 40! , derja seit Jahren dem Strassburger Bischof unterstellt war. Er nahm zunächstBurg Zimmern ein 402 , die keine andere sein kann, als Herrenzimmern amoberen Neckar 403 , da dessen Besitzer, Herr Gottfried von Zimmern, seine Burgin glaublicher Ueberlieferung von St. Gallen zu Lehen trug 401 und seinengleichnamigen Sohn dem Abte Ulrich zur Hilfe gesandt hatte, wodurch ja

307 Zur Feststellung, wer dieser gewesen sein möge, eine mehr negative ErörterungMeyer von Knonau's in seiner Ausgabe der Cont. casuum S. 55, Anm. 140, ferner S. 56,Anm. 141.

898 Pupikofer, Gesch. des Thurgaus, I S. 94.

899 S. 54.

400 Den Kampf zwischen Reichenau selbst und St. Gallen setzte i. J. 1080 dermittlerweile zurückgekehrte Abt Ekkehard fort, vgl. Continuatio casuum S. Galli S. 64 ff.und die Anm. des Hrsg.

401 ibid. S. 54f. Aus dem postmodum sind keinerlei Schlüsse auf kürzere oderlängere Frist zu ziehen. Da der St. GallischeContinuator" hier den Text seiner Vorlagesehr zusammengezogen hatte, floss ihm jenes Wort leicht in die Feder und war nur eineArt Zugeständniss, dass er etwas überschlagen habe, nämlich das, was wir oben Oehementnahmen. Der Zeitpunct dieser weiteren Kämpfe ist also genauer nicht festzustellen.

402 Oehem S. 119.

408 OA. Rottweil. Ein anderes Zimmern liegt in demselben OA. ganz nahe beiRottweil.

404 So die Zimmern'sche Chronik S. 72 (Bibl. d. litterar. Vereins in StuttgartBd. 91 ff.), deren ältere Nachrichten ja auch sonst (für den 1. Kreuzzug etc.) als werthvollerscheinen. Sie hat freilich Oehem benutzt und könnte zu der Angabe des erwähntenLehens Verhältnisses durch einen einfachen Rüekschluss gekommen sein; andererseits lautenihre Nachrichten von den beiden Gottfrieden doch sehr selbständig.