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in dieser Zeit wetterwendischster Partheiung, vor einem Siegfried von Mainzund so manchem von dessen bischöflichen Amtsbrüdern, vor einem Weif undauch einem Otto von Nordheim. Gerade in der unmittelbarsten Gefahr stander zu dem König Heinrich, der ihn doch in Kärnthen im Stich gelassen hatte,und half ihm durch den ersten Aufruhr der Sachsen hindurch; und in denfrüheren wie in den ferneren Tagen ist seine Stellungnahme von seiner Ueber-zeugung, freilich im Bunde mit Versöhnlichkeit bedingt gewesen 313 . Zu-letzt allerdings verzweifelte er daran für das Reich von Heinrich je noch zuhoffen und die Freundschaft, die ihn längst mit Rudolf verband, führte nunmehrseine ganze politische Ansicht und sein ganzes Vertrauen auf die Zukunft zudem Rheinfeldner hinüber, um so mehr als dessen Anschluss an Gregor auchseiner eigenen sittlich-geistigen und frommkirchlichen Richtung längst ent-sprach. Und dann nach dieser bestimmten Wendung seines Lebens ist erder Fahne Rudolfs, die er selber zu Forchheim aufgepflanzt hat und derenHort im Süden er war, bis in das bitterste eigene Leid treu geblieben.
Von Herzog Bertold I äusserer Erscheinung vermögen wir uns keineVorstellung mehr zu verschaffen. Nur das erfahren wir und zwar durch dieschon erwähnte zähringisch-staufische Ahnentafel, dass er noch lange nachseinem Tode als „Bertold mit dem Barte" bekannt gewesen ist.
Bertold's erste 313 Gemahlin ist Riehwara, mit welcher gemeinschaft-lich 314 er das Klösterchen Weilheim mit Gütern im Neckargau ausstattete.Sie ist die Mutter seiner Söhne 3115 , nämlich Hermann's, Gebhard's und Ber-told's und muss nach Massgabe der für die beiden ersten anzusetzenden Ge-burtsjahre, wenn nicht etwa noch früher, in den vierziger Jahren des Jahr-hunderts, also zur Zeit, als Bertold noch schwäbischer Graf war und unterHeinrich's III Regierung, von ihm als Gattin heimgeführt worden sein. IhreHerkunft bleibt in den Quellen dunkel; vereinigte Combinationen, diehauptsächlich, jedoch nicht allein auf die Besitzverhältnisse gestützt sind,haben sie als eine kärnthnische Herzogstochter erkennen lassen 310 , an dievon der Seite ihrer Grossmutter, Mathilde, d.h. der Mutter Konrad's II von
312 Am Hofe scheint Bertold nicht gerade oft geweilt zu haben. Als Intervenient —ich fasse noch einmal zusammen — kommt er vor — ausser in St. 2514 (über die Unecht-heit Steindorff, Jahrbb. Heinrich's III, Bd. II Excurs I 9 S. 434 ff.) — in St. 2631.2632. 2768.
313 Wenigstens liegt kein Grund vor zu zweifeln, dass sie die erste Gemahlin war.
314 Rotulus SPetrinus 139 f. . . . cum thori sui consorte äomna llicliwara (EinzigeErwähnung ihres Namens: der Vermerk im Verzeichniss der Wohlthäter von St. Peter(Fr. Diöc.-Arch. XIV 82) ist aus eben dieser Stelle des RSP. geflossen.)
816 Vgl. unten Anm. 365.816 S. oben S. 27 f.