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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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88
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88 1077. 1078.

der vorher von ihnen geführten Leute zur Ruhe gezwungen und überhauptdurch die NÖthigung, um ihrer selbst willen den Waffenstillstand als bestehendzu betrachten, so lange der König sich zu keinem Angriff auf diese beiden,jetzt auf ihren Burgen sitzenden, ohne ihre wie auch sammt ihren in der Nothvielleicht verfügbaren Truppen gleich widerstandsunfähigen Gegner anschickte. Heinrich ernannte, während er durch Schwaben zog, einen neuen Bischofauf den durch Embricho's Tod erledigten Stuhl von Augsburg und machteeinen der eifrigen Eppsteiner, Liutold's Bruder, den streitbaren Ulrich, zumAbt von St. Gallen 2D0 . Dann zog er weiter durch Baiern und nach Franken.Am 30. October war er zu Worms 291 , wohl um dem Fürstentage, der am 1. Nov.am Rhein statthaben sollte, begegnen zu können. Aber nur AVenige waren zudiesem überhaupt erschienen, Bertold nicht, von einer Entscheidung über dieKrone war keine Rede mehr und der König konnte wieder diesmal gegenseine erste Absicht unter Vermeidung Schwabens !92 , weil er sich jetzt ge-waffneten Widerstandes seitens Bertold's, Welf's und der Uebrigen gegenseine offenbar verkleinerte Gefolgschaft versah nach Baiern zurückgehen,wo er im Winter Graf Ekbert belagerte, zur Flucht nach Ungarn zwang undden letzten Widerstand auch im Bisthum Passau erstickte 393 . Auch Rudolfwar im Herbst von Sachsen aus näher an den Rhein gezogen, aber als er sah,dass an das Zustandekommen des Fürstentages, wie er verabredet war, garnicht zu denken sei, wieder nach Sachsen zurückgekehrt S91 , wo ihm die West-falen und Thüringer allerlei zu schaffen machten. Bertold blieb auch fernerin Schwaben; dort hielt sich auch der Salzburger Erzbischof auf, der sich vorHeinrich zu den Schwabenfürsten zurückgezogen hatte.

So ging der Streit der Könige in das Jahr 1078. Als nun mit dem aus-gehenden Winter Gregor's Fastensynode herannahte, sandten beide Königedem Papste ihre Bevollmächtigte und mit denjenigen Rudolfs vereinigten dieihm verbündeten Fürsten besondere Botschaft, entweder jeder für sich, alsoauch Bertold, oder in Gemeinschaft. 395 . Der Schluss der Synode verkündeteals Gregor's EntSchliessung die Entsendung neuer Legaten nach Deutschland,unter deren Augen ein neuer allgemeiner Fürstenconvent das Friedenswerkerrichten solle, und um endlich diese Fürstentagsbestrebungen zu einem Zielezu bringen, bedrohte den sich nicht Fügenden, schon im Voraus ausgesprochen,ein neuer päpstlicher Bannspruch. Jetzt war es König Heinrich, der sobald

290 Bert. Ann. 301; Cont. cas. S. Galli Ausgabe Meyer von Knonau's S. 47, vgl.auch die dortige Anm. 125.201 St. 2807. Bert. Ann. 302.293 V. Altmanni MGSS. XII 223ff.*" Bert. Ann. 302.296 Nach Bert. Ann. 306 senden ausser Rudolf auch omnes consentanei ittius.