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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
Seite
84
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84 1077.

König in Waffen standen. Ende Juni 272 konnten die Mainzer, die RudolfsKönigsfest so bitter versalzen hatten, triumphirend den rechtmässigen Königin ihre Stadt geleiten; hier empfing dieser auch Kunde von den Erfolgen seinerParthei am oberen schwäbischen Rhein und am 1. Juli zu Mainz ward Wernhervon Achahn, der Bischof von Strassburg, für alle seine treuen Dienste mit derdauernden Uebertragung des Grafenamts im Breisgau an sein Hochstift be-lohnt 273 . Heinrich brachte eine ganz ansehnliche Streitmacht, welche dieRitterschaft aus den Herzogthümern des Ostens verstärken konnte, aus denplötzlich so waffeneifrig gewordenen Bürgern zusammen; aber söhon rückteauch Rudolf von Sachsen her mit Streitkräften näher, die den königlichen ausSüddeutschland weit überlegen * M waren und begann Würzburg zu belagern,wo er Bertold und Weif erwartete, die dementsprechend mit den Fünftausend,die schon um Pfingsten zu Rudolfs Verfügung gestanden hatten, aus Schwabengegen Würzburg heranzogen.

Als König Heinrich, der noch am Rheine war, erfuhr, dass die Herzögeim Begriff seien sich mit Rudolfs Hauptmacht zu vereinigen, glaubte er mitseinen kampfesmuthigen Städtern allein einen Versuch machen zu können dieVereinigung zu vereiteln und den Kampf mit den 5000 Schwaben aufzunehmen.Auf welchem Wege Bertold und Weif ihre Mannschaft führten, ist nichtklar zu erkennen: nach dem Chronisten Bernold von St. Blasien 27ä , der hier-über gute Nachrichten empfangen zu haben scheint, war es den Schwabennur darum zu thun, ihren Marsch zu Rudolf eiligst fortzusetzen und Hein-rich's Zweck schon verfehlt, als er sie nicht aus ihrer Route werfen konnte;sie müssen aber nach Bernold im Kraichgau auf Heinrich gestossen sein, dadieser auf dem Rückzug vor ihnen her dann über Wiesloch kam. Danachmüssten die Herzöge, da nach ihrer erwähnten Absicht ein offensiver Vor-stoss und ein grösserer Umweg ausgeschlossen scheinen, vom Breisgau und derOrtenau her die Rheinebene hinabgezogen sein. Bertold von Reichenau giebteinen ganz aufgeputzten und zurechtgemachten Bericht 27c ; doch scheint auchdieser eine directe Marschroute der Schwaben ohne einen besonderen Umwegvorauszusetzen. Nach beiden Autoren müssen die Truppen des Königs unddie Bertold's und Weif s etwas südlich vom Eintritt des Neckars in die Rhein-

hier sehr knapp, aber zusammen genommen mit den späterhin erzählten Ereignissen ent-steht doch durchaus diejenige Entwicklung der Vorgänge, die Giesebrecht III 4 444f. giebt.

872 nicht erst im Juli (Bert. Ann. 299).

8,0 St. 2805. Ueber Wernher sind die zahlreichen Nachrichten im. ÜB I S. 3242zusammengestellt; seine (dort im Einzelnen ersichtlichen) grossen Verdienste um Heinrichhebt auch die Urk. vom 1. Juli-1077 ausdrücklich hervor.

lu Dieses Stärkeverhältniss folgt aus Bertold's (Ann. 299) Worten und zugleich demganzen Zusammenhang seiner Erzählung.

" 5 Bernold 434.

m Bertold Ann. 299.