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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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74
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74 1077.

Söhne, der junge Bertold, die Fahrt zur Königswahl gethan. Dann war Weifda 317 ; von Bischöfen waren sieben sächsische, dazu die von Mainz, Salzburg,Passau, Würzburg und Worms, sowie ein fernerer, nicht genannter, er-schienen 218 . Von den schwäbischen Bischöfen war Niemand oder höchstensdieser eine Ungenannte, auch keiner der Aebte des Reiches anwesend 219 ;dagegen eine Anzahl Grafen und freie Herren. Und dann die päpstlichenLegaten, die beiden Bernbarde, die am 28.Febr. vom Papste entsandt waren 320 ;ferner Graf Manegold von Veringen 22 ', der aus Italien zurückkehrend nachForchheim geeilt war und die Nachricht bringen konnte, dass der Papst einunmittelbares Eingreifen aufgegeben habe.

Wie es unter diesen Umständen noch natürlicher war, begannen dieFürsten sogleich am 13. März durch rückhaltlose Besprechungen mitden Legaten, die das vorhin 222 besprochene päpstliche Schreiben den Ver-sammelten vortrugen. Zwar baten sie selbst noch einmal im Sinne Gregor's,eine Neuwahl bis zu der Ankunft des Papstes aufzuschieben, doch hier warja die pflichtgemässe Ausrichtung dieses Auftrages bereits durch die neuereWendung überholt, ja durch den Wortlaut des Briefes selbst abgeschwächt.Ueber den Aufschub ward gar nicht eigentlich verhandelt, Gregor's Nicht-kommen war ja so gut wie sicher. Vielmehr bekamen nun auch die Legatensogleich alles das zu hören, was seit Jahren als das übliche Belastungs-material gegen Heinrich aufgesummt war; die Fürsten überboten sich im Er-zählen und brachten es wirklich dahin, dass die beiden geistlichen Herrenschliesslich ihre gewiss aufrichtige Verwunderung aussprachen, wie mansich nur so lange einen solchen König habe gefallen lassen können.

Mit derlei verging der 13. März. Am andern Tage kündete man denLegaten in ihrer Herberge den festen Entscbluss der Königswahl an. Siewussten nichts dazu zu sagen, als ihren alten Auftrag: besser sei es wohl,den Papst zu erwarten, doch seien die Fürsten nicht gehindert; in ihrer Handstehe es ja über das Reich zu beschliessen 233 . Und wie hätten überhaupt

217 Marianus Scotus 1. c. Rauke, "Weltgeschichte VII 286 scheint der Meinungzuzuneigen, dass Weif der einzige anwesende weltliche Fürst war.

'-' 18 Marianus Scotus 1. c, der 6 nichtsächsischo Bischöfe erwähut und in Ueber-einstimmuug mit den Ann. Yburgenses MGSS. XVI 436 davon die 5 im Text aufgeführtennennt; als den sechsten vermuthet Giesebrecht S. 1146 Hermann von Metz, wogegen Grundsich S. 69 Anm. 1 ausspricht.

210 Sonst wären sie in der möglichst imposanten Titel-Liste bei Paul. Bernr. 529berücksichtigt.

220 Paul. Bernr. 627, 529.

221 Paul. Bernr. 527. Er ist über Manegold besonders gut unterrichtet.

222 S. 72.

223 Nach Bertold Ann. 292 u. Paul. Bernr. 530.