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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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58 1075.

sehr anstössig wäre, wird in der That, ebenso wie der Umstand, dass esganz ungeahndet blieb, durch eine inzwischen von ihnen übernommene Ver-mittlung erst verständlich.

Als nun der Herbstfeldzug begann, zu dem sie sich in Eschwege nochverpflichtet hatten, und eine besondere Mahnung an sie gelangte, weigertensich Rudolf und Bertold (mit ihnen Weif) und Hessen dem Könige erwidern,es reue sie des bei dem vorigen Feldzug vergeblich vergossenen vielen Blutesund sie seien unwillig über des Königs mildelosen Sinn, dessen zorniges Un-gestüm weder Brand und Leid im Sachsenlande, noch die Bäche Blutes, dieThüringen überströmt hätten, aufzuhalten vermocht. Diese Worte giebt Lam-bert 106 und ihr Inhalt ist wohl glaublich, er ist im Sinne des sonstigen Ver-haltens der Herzöge und ganz besonders dann, wenn sie inzwischen eine zu-letzt nicht anerkannte Vermittlung übernommen hatten; in den Worten selbermag der Hersfelder wieder ein gut Theil Eigenes untergebracht haben, dennes stimmt doch schlecht zu dieser auflehnenden Sprache, wenn Heinrich späterdie Führer der Sachsen, deren Hut er verschiedenen Fürsten anvertraute,zum Theil gerade nach Baiern, Schwaben (und Burgund; aber wohl nachLausanne) wies 107 .

Genug, Bertold erschien nicht zur Heerfahrt, auch Rudolf und Weifnicht, von Herzogen waren vielmehr nur noch Dietrich und Gottfried vonLothringen bei dem König 163 . Ehe der Feldzug begann, leitete der BischofEmbricho von Augsburg eine letzte Vermittlung durch einen Brief 16a an seinenAmtsbruder Burchard von Halberstadt ein, dem er als Vermittler ausser sichselbst als besonders geeignet die geistlichen Herren von Mainz, Salzburg undPassau und als einzigen weltlichen Herrn dabei Herzog Bertold — der also dochnoch für eineVermittlerrolle und zwar mehr als Rudolf passte—vorschlug; wennBurchard geneigt wäre, sich nach Dieser Rath zu halten, um des Königs Gunstwiederzuerlangen, solle er schreiben. Es kam wirklich zu einem neuen Ver-ständigungsversuch, nur dass statt Bertold's, der sich ja gerade von der Heer-fahrt ausschloss, und des Passauers, der auch nicht kam, von den Sachsenerbeten der Herzog von Lothringen und der Bischof von Worms eintraten 17 °.Am 26. October unterwarfen sich bei der Unmöglichkeit des Widerstandesdie Sachsen; wie Bruno behauptet, zumeist in Hinblick gerade auf die frühervon Rudolf und Bertold gemachten, Milde versprechenden Zusicherungen, diedenn auch bei der von dem König verfügten Consignirung der unterworfenenFührer in verschiedenen Reichstheilen ihren Einfluss geübt zu haben scheinen.

166 SA. 199 f.

167 Lambert SA. 204 f., 230, Bruno c. 82.

168 Lambert SA. 199.

109 Sudendorf, Registrum II S. 32 f.170 Lambert SA. 201.