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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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34 10621066.

Freilich, welche Angelegenheit das gewesen sein möge, darüber bringtkein Suchen noch Combiniren irgendwie gesicherten Aufschluss; es mag jaimmerhin eine Besitzangelegenheit des Hochstifts Bamberg gewesen sein, inder dessen Vogt in Schwaben, der Zähringerherzog, geeigneten guten B-athertheilen konnte und in der bei Anno, des Königs Leiter, der überdies selberein Schwabe war und die Angelegenheit vielleicht auch darum beurtheilenkonnte, die thatsächliche Entscheidung lag, es könnte auch selbst an einekärnthnische Angelegenheit Gunter's gedacht werden; wir können aber eben-sogut hier schon die erste uns erkennbare Nachricht vor uns haben, dassBertold, den Anno später als seinen Freund bezeichnete, schon zu diesenZeiten in die vertrautesten Pläne Anno's und seiner vornehmsten Anhängereingeweiht war, dass er von ihnen als sicherer Bundesgenosse betrachtet undstolzer Reichsfiirsten Sorge nach seinem und Anno's Bath erledigt werdenkonnte 91 ".

Dann trat im Laufe des Sommers 1063 jener Umschwung ein, der denErzbischof von Hamburg-Bremen, den fürstlich geborenen, zugleich heiterenund weltlich stolzen, nach Buhm und Glanz gerichteten Adalbert an die Seiteseines tiefinnerlichsten Gegners, Anno's, als mitberechtigten Lenker des jungenKönigs und des Beiches gesellte und durch einen kraftvollen Kriegszug Hein-rieh's nach Ungarn, den Adalbert persönlich begleitete, alsbald den Geisterwies, der das neue Begiment beseelte. Als der zurückgekehrte junge Siegerin den Tagen um den 25. Oktober zu Begensburg Beichsversammlung hielt,da fand sich auch Bertold bei dem Könige, bei Anno und Adalbert ein 95 .Ausser ihm und diesen zahlreiche andere Fürsten, von denen Siegfried vonMainz, die Bischöfe Gunter von Bamberg, Burchard von Halberstadt undAdalbero von Würzburg, Herzog Otto von Baiern, der Markgraf Otto vonMeissen, der sächsische Pfalzgraf Friedrich, Bruder des Bremer Erzbischofsund Graf Ekbert von Braunschweig, der Bäuber und Better des Königsgenannt werden.

Adalbert hat nicht besondere Mühe gehabt, den strengen Kölner ausseines bisherigen königlichen Schülers Verehrung zu drängen und den mündigGewordenen fortan allein zu lenken. Desto grösseren Unwillen verursachten

04 * Lindner S. 32 f. spricht sich bei dem Königsraub und dem dadurch entstandenenReichsregiment in folgender "Weise über Bertold's mögliche Stellungnahme aus:VonRudolf von Schwaben erfahren wir gar nichts; er mochte mit dem Strome schwimmen undmit Vergnügen die veränderten Verhältnisse anerkennen, die auch ihm freies Schaltenund Walten in seinen Landen verhiessen. Dasselbe mag von Bertold, dem KärnthnerHerzog gelten; vielleicht war auch er von Günther gewonnen, mit dem er auf vertrautemFusse stand".

96 Bertold Intervenient St. 2631, 2632. Beide Male Otto von Nordheim nachgestelltund nurBertoldi ducis", während ersterer in St. 2632 den ZusatzBaiuariorum ducis"hat. Bertold ist hier Interveuient für Zuweisungen an Adalbert von Bremen.